St.-Lioba-Schule startet AG "IT-Security-Girls"

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Bad Nauheim(pm). Brille, Bart und blass: So würden IT-Fachleute gern karikiert. Doch in Zukunft greife das nicht mehr, wenn es nach Ute Schremser und Gordon Kirstein gehe. Gemeinsam werden die Lehrerin der St.-Lioba-Schule und der Unternehmer aus Bad Nauheim laut Mitteilung ein bundesweit einmaliges Schulprojekt umsetzen: "IT-Security Girls".

Nach den Sommerferien biete die St.-Lioba-Schule eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft (AG) zur IT-Sicherheit mitsamt fünftägigem Boot Camp zum Abschluss an. "Das Einzigartige an dieser AG ist, dass nur Mädchen teilnehmen dürfen", sagt Schremser mit einem Lächeln. Ziel sei es, ihnen einen Zugang in dieses eher von Jungen dominierte Feld zu geben und damit den Freiraum, es ohne Konkurrenz kennenzulernen. "Wir sind sicher, dass sich viele Mädchen dafür interessieren, sich aber nicht trauen oder es ihnen nicht zugetraut wird", erläutert Kirstein. Der Unternehmer und IT-Sicherheitsexperte hatte die Idee zu dieser AG und mit Schremser die richtige Unterstützerin gefunden.

Die Schul-AG, die sich an Schülerinnen der siebten bis zehnten Klasse richte, wolle in erster Linie aufklären und Interesse wecken. Andere wollen schon im kommenden Jahr nachziehen, heißt es. Initiator Kirstein: "Wir stehen bereits in Kontakt mit Schulen aus Bonn, Hamburg und Hildesheim, die dieses Projekt auch umsetzen wollen." Ebenfalls aufmerksam auf die AG geworden ist die EU: Bei einer live im Internet gestreamten Veranstaltung durfte Kirstein das Konzept der AG dem EU-Forum zum Thema "Women in Cybersecurity" vorstellen.

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