Ein Lob für den Sprudeltaler-Rabatt

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Bad Nauheim(pm). Die Fraktion der FW/UWG hat sich kürzlich, noch vor der bundesweiten Verordnung, dass die Gastronomie im November - abgesehen von Essen zum Mitnehmen und Lieferdiensten - dichtmachen muss, mit Natascha Schmidt und Norbert Brodda aus dem Vorstand des Vereins "Erlebnis Bad Nauheim" getroffen. Die Politiker wollten sich aus erster Hand über die derzeitige Situation von Einzelhandel und Gastronomie informieren. In Zeiten von Corona ändern sich Dinge besonders schnell, und so haben die Freien Wähler die Pressemitteilung über dieses Treffen auch noch vor der besagten Gastronomie-Einschränkung verfasst.

Darin heißt es: "Nach den Worten der Vorsitzenden und des Stellvertreters des Vereins ist die Lage weiterhin schwierig, aber auch branchenabhängig verschieden. Bei den Regelungen zum Infektionsschutz wünsche man sich, dass sich an die bestehenden Regelungen gehalten werde. Dabei gehe es um die Maskenpflicht innerhalb der Verkaufs- beziehungsweise Gasträume, denn es gehe vorrangig darum, auf jeden Fall einen zweiten Lockdown zu verhindern, dieser hätte nämlich erhebliche Konsequenzen, die nicht mehr zu bewältigen wären. "Je nach Branche würden einige Einzelhändler nur mit einer Verschuldung aus dieser Phase hervorgehen können", heißt es weiter.

Insgesamt sehe man im Gegensatz zu anderen Kommunen Bad Nauheim als gut aufgestellt, weil die Aufenthaltsqualität sehr groß sei, da die Kurstadt für die Menschen aus der Region nicht nur Einkaufsstadt sei, sondern auch eine Stadt, in der es auch vieles andere zu entdecken gebe. Dazu passe, dass in diesem Jahr die Angebote im Park, wie zum Beispiel der Bootsverleih am Teich oder das Minigolf, deutlich mehr Zulauf als in den Jahren zuvor gehabt hätten.

Neue Karten werden gedruckt

Die Maßnahmen der Politik und der Stadtverwaltung seien positiv bewertet worden, besonders habe der Rabatt auf den Sprudeltaler, den die Stadt mit 100 000 Euro nach der Idee der Stadtverordnetenversammlung sponsere und der zu einem Umsatz von einer Million Euro führen werde, besonderen Anklang in der Bevölkerung gefunden. Man sei wegen der großen Nachfrage bereits dabei, neue Karten zu drucken und schnellstmöglich für den Rücklauf der verwendeten Karten zu sorgen. Es sei auch wichtig, dass die Käufer der Sprudeltaler diese direkt wieder verwendeten und den Umsatz in die Geschäfte brächten. Auch habe diese Aktion dazu geführt, dass immer mehr Geschäfte und Restaurants die Sprudeltaler akzeptierten, was einen nachhaltigen Effekt für die Innenstadt haben werde.

"Damit wird ›Kaufen und Essen‹ in der eigenen Stadt näher in das Bewusstsein der Menschen gerückt und somit auch erfolgreich gegen die Konkurrenz des Internets angekämpft", schreiben FW/UWG. Dabei spiele auch das von der Stadt geförderte Internet-Projekt www.badnauheim liebe.de eine Rolle, nicht unbedingt als Verkaufsplattform, sondern mehr als digitales Schaufenster, um dann stationär die Umsätze generieren zu können.

Durch die vom Stadtparlament im Mai verabschiedeten Erleichterungen für die Außenbewirtschaftung für die Gastronomie und nun auch durch die Aktion der von der Stadt zur Verfügung gestellten Pavillons für die Gastronomie, werde sich die Stadt nochmals deutlich von anderen Städten abheben, sodass man die Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft habe, auch wenn die Infektionszahlen im Moment wieder stiegen, heißt es in der Mitteilung, die, wie erwähnt, vor der bundesweiten Gastronomie-Verordnung verfasst worden ist.

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