Sprudelhof: Kaum Chancen für schnellere Sanierung

  • Bernd Klühs
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Bad Nauheim(bk). Ganz oben auf der Wunschliste der Bad Nauheimer Politiker steht derzeit eine möglichst schnelle Sanierung der Badehäuser 2 und 5 im Sprudelhof. Der zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) macht diesbezüglich allerdings wenig Hoffnung, wie sich einer Antwort der Behörde auf eine WZ-Anfrage entnehmen lässt.

Wie berichtet, wird es bei der Sanierung der Sprudelhof-Badehäuser zu einer weiteren Verzögerung kommen. Hauptgrund ist die Beseitigung radioaktiver Radiumablagerungen in den Kellerräumen, die erst seit Mai bekannt sind. Von diesen Radionukliden geht eine Gesundheitsgefährdung aus. Der Ansicht von Bürgermeister Klaus Kreß, eine parallele Instandsetzung von Keller- und Erdgeschoss müsse trotzdem möglich sein, widerspricht der LBIH eindeutig. "Entgegen der ursprünglichen Planung ist eine nacheinander ablaufende Sanierung zwingend erforderlich", erklärt Ate Plies von der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit des LBIH. Ein schadstofffreier Keller sei Voraussetzung, um eine Verschleppung der Schadstoffe in die oberen Geschosse zu verhindern. Allein die Schadstoff-entsorgung werde neun Monate in Anspruch nehmen.

Nach Auskunft des Landesbetriebs wird es bei den genannten späteren Fertigstellungsterminen bleiben: August 2022 für das Badehaus 5 und Ende 2024 für das Badehaus 2. Diese beiden Gebäude werden für die Pflegeakademie der Kliniken und die neue Therme dringend benötigt und sollten eigentlich deutlich früher übergeben werden.

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