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Laufen und Spenden kennen keine Grenzen und kein Alter. In diesem Jahr ist beim Laufen sogar mogeln erlaubt.

Sportlich, wohltätig - und digital

  • VonHanna von Prosch
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Bad Nauheim (hms). Als der Serviceclub »Round Tabel 123 Bad Nauheim« 2019 den traditionsreichen Benefizlauf für »Ärzte ohne Grenzen« von Dr. Martin Schaper übernommen hatte, fand das Event im Sprudelhof statt. Um es nicht, wie 2020, erneut ausfallen zu lassen, entschlossen sich die Veranstalter nun für die Online-Version. Also spenden und privat laufen oder nur spenden.

Ein Spendenlauf online - wie soll das gehen? Die jungen Männer, alle unter 40, die sich in »Round Table 123 Bad Nauheim« organisiert haben, sind digital gut unterwegs. Ihr aktueller Präsident, Hessam Mir-Monsef, übernahm vor zwei Jahren den Staffelstab nicht, um der Pandemie nachzugeben, sondern um das Projekt weiterzuführen. Nun eben online. »Natürlich stehen der Lauf und die Kilometer im Vordergrund. Wir vertrauen darauf, dass jeder, der mitmacht, auch läuft. Aber es ist nicht verpflichtend. Das Wichtigste ist doch die Spende«, sagt er. Und die kann man einfach online abgeben.

Auf ihrer Internetseite erklären es die Organisatoren: »Jeder Läufer dreht am kommenden Wochenende, also vom 24. bis 26. September, eine oder mehrere Laufrunden in seinem Tempo, alleine, mit Freunden oder Familie. Wenn Ihr nicht laufen wollt, könnt ihr auch spazieren oder walken. Ansonsten schwingt euch aufs Fahrrad und radelt für den guten Zweck.« Dass man seinen Einsatz auch körperlich geleistet hat und wie viel dabei zusammengekommen ist, kann man in diesem Jahr per Instagram oder Facebook (#benefizlauf_rt123) oder E-Mail an benefizlauf@rt123.de dokumentieren. Sogar die Sportuhr ist als Mittler möglich. Eine digitale Urkunde gibt es auch. Wer bisher beim Benefizlauf mitgemacht hat, weiß, dass eine Runde gut einen Kilometer misst. Wer mitmachen will, sucht sich einen Sponsor, der pro gelaufener Runde einen Geldbetrag spendet. Das kann die Familie, die Firma oder ein Sportdienstleister sein. Im Sprudelhof war in den Vorjahren Start und Ziel, es gab Musik, Essen, Trinken, Aktivitäten, Informationen und Geselligkeit. Das geht pandemiebedingt in diesem Jahr nicht.

»Wir freuen uns über jeden Betrag, ob ein Euro pro Runde oder ein paar Hundert von Firmen«, sagt Monsef. Beim Lauf 2019 sei eine einmalige Spende in Höhe eines niedrigen fünfstelligen Betrags dabei gewesen. Insgesamt sind bei den bisher 15 Benefizläufen mehr als 250 000 Euro für »Ärzte ohne Grenzen« zusammengekommen. Da es keinen Verwaltungsaufwand gibt, kommt jeder Cent der weltweiten Hilfsorganisation zugute.

»Uns geht es bei dieser Veranstaltung natürlich auch um den Gesundheitsaspekt. Wir wollen das Ganze in den nächsten Jahren noch ausbauen und die Jugend zum Mitmachen begeistern«, denkt Monsef weiter. »Ärzte ohne Grenzen« liegt dem Serviceclub, der gerade seinen 40. Geburtstag feiert, sehr am Herzen. Denn die ehrenamtlich tätigen Ärzte in der unabhängigen Organisation leisten medizinische und humanitäre Hilfe für Menschen, deren Leben durch Konflikte, Epidemien oder Naturkatastrophen gefährdet sind. 1999 erhielt »Ärzte ohne Grenzen« den Friedensnobelpreis.

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