SPD: Bezahlbares Wohnen hat Priorität

  • vonRedaktion
    schließen

Bad Nauheim (pm). Mit dem Ergebnis der Abstimmungen in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments zeigt sich die SPD Bad Nauheim sehr zufrieden. Der Beschluss zur Entwicklung der ungenutzten Fläche am Nieder-Mörler Friedhof habe weiterhin Geltung, ein mühevoll erreichter Meilenstein in Richtung »soziales Bad Nauheim« habe weiterhin Bestand, schreiben die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung.

Doch mit großer Verwunderung nehme die SPD Bad Nauheim die Äußerung von Bürgermeister Klaus Kreß zur Kenntnis, in Sachen Bebauung der Fläche noch nichts unternommen zu haben. Das Parlament habe die Bebauung bereits 2019 beschlossen, argumentiert die SPD. Es müsse klar sein, dass der Magistrat die Aufträge des Parlaments umgehend in Angriff zu nehmen habe, »auch wenn der Beschluss dem einen oder anderen nicht passt«, stellt Georg Küster fest. Demokratisch getroffene, rechtlich einwandfreie Entscheidungen des Parlaments haben nach Ansicht der SPD weder Magistrat noch Bürgermeister zu hinterfragen. Sie seien zur umgehenden Umsetzung verpflichtet. Eine subjektive Einschätzung, wie die Stimmungslage im Parlament aussehe, oder eine eigenmächtige Priorisierung habe dabei absolut keinen Raum, macht Küster deutlich.

Wenn Kreß im Thema »bezahlbarer Wohnraum« keine Brisanz sehe, verkenne er die Sorgen und Nöte einer zunehmend breiten Masse der Bewohner Bad Nauheims. Der Magistrat dürfe sich nicht nur mit punktuell öffentlichkeitswirksamen oder besonders investorfreundlichen Projekten beschäftigen. Ihr Einsatz habe sämtlichen Einwohnern zu dienen. Küster: »Uns ist wichtig, den Menschen in Bad Nauheim ein bezahlbares Zuhause zu ermöglichen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare