Sie retten Leben – und sparen dabei sogar Geld: Atemschutzträger der Bad Nauheimer Feuerwehr bei einer Übung in Steinfurth.
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Sie retten Leben – und sparen dabei sogar Geld: Atemschutzträger der Bad Nauheimer Feuerwehr bei einer Übung in Steinfurth.

»Spar-Euro«: Preis für die Feuerwehr-Kooperation

Bad Nauheim (dpa/jw). Die Stadt Bad Nauheim und die von ihr und dem Wetteraukreis initiierte Feuerwehr-Kooperation sind am gestrigen Dienstag für die gemeindeübergreifende Wartung von Atemschutzmasken mit dem »Spar-Euro« ausgezeichnet worden.

Seit 2012 werden die Atemschutzmasken aller 147 Feuerwehren im Wetteraukreis zentral von einer Werkstatt der Bad Nauheimer Feuerwache gewartet. Auch neue Geräte werden zentral eingekauft. Dadurch können die Kommunen beim Ankauf rund 60 Prozent des Listenpreises sparen – bei einem Bestand von mehr als 1100 Masken geben die Gemeinden 2,1 Millionen Euro weniger aus.

Der »Spar-Euro« wird vom Steuerzahlerbund und vom Hessischen Städte- und Gemeindebund verliehen. In diesem Jahr geht er an fünf Kommunen: neben Bad Nauheim sind dies Eltville im Rheingau, Mühlheim am Main, Bromskirchen und Allendorf/Eder (Kreis Waldeck-Frankenberg). Sie erhalten ein symbolisches Preisgeld von einem Euro und eine Urkunde.

Hol- und Bringservice

Die Wetterauer Feuerwehr-Kooperation entlastet auch ehrenamtliche Helfer, die sich nach einem Einsatz nicht mehr um die Reinigung der Masken kümmern müssen. Ein Hol- und Bringservice stellt sicher, dass immer genug einsatzbereite Atemschutzgeräte in den Wachen sind. Weil alle Feuerwehren in der Wetterau mit dem gleichen Modell arbeiten, werden die Einsätze effizienter und sicherer. Bürgermeister Armin Häuser und Brandschutzdezernent Peter Baumann nahmen die Auszeichnung zusammen mit weiteren Kollegen aus dem Wetteraukreis in Wiesbaden entgegen.

Der Atemschutzverbund von 24 Wetterauer Kommunen und 147 Feuerwehren besteht seit 2010. Zwei Jahre später wurde auf dem Feuerwehrstützpunkt an der Schwalheimer Straße eine neue Wartungswerkstatt errichtet. Dort werden rund 1100 Geräte gewartet, geprüft, gepflegt, repariert und zur Verfügung gestellt. Landrat Joachim Arnold gratulierte zu der Auszeichnung und nannte das hessenweit beachtete Pilotprojekt einen »tollen Ansporn für weitere interkommunale Projekte auf Kreisebene«.

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