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Sophie-Scholl-Schule offiziell eingeweiht

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Bad Nauheim (cor). In einer Feierstunde wurde die Sophie-Scholl-Schule Wetterau nach längeren Sanierungsarbeiten offiziell eingeweiht. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm wurde die Fertigstellung entsprechend gewürdigt. Rund 120 geladene Gäste nahmen an der Eröffnung teil.

Träger der privaten integrativen Grundschule mit Ganztagsangebot ist die Lebenshilfe Wetterau. Bereits jetzt werden in der 1. Klasse 22 Kinder unterrichtet. Ab August soll eine zweite Klasse hinzukommen, damit die Schule nach und nach wächst.

»Es war ein langer Weg bis zum heutigen Tag«, sagte Magnus Schneider, Geschäftsführer der Lebenshilfe Wetterau, in seiner Eröffnungsansprache. Vor ungefähr drei Jahren reifte bei Eltern der Wunsch nach einer Schule für Kinder mit und ohne Behinderungen. Rund 30 Eltern wandten sich daraufhin an die Lebenshilfe. Diese sagte schnell ihre Unterstützung zu und nahm die Vorarbeit in Angriff. Nachdem Schulgenehmigungen erteilt worden waren, wurde man in Bad Nauheim bei der Suche nach einem geeigneten Schulgebäude fündig.

Kauf und Sanierungsarbeiten erwiesen sich als zweite Hürde. Rund 1,6 Millionen Euro sind bislang in das Gebäude in der Frankfurter straße, wo zuletzt eine Dependance der Stadtschule an der Wilhelmskirche heimisch war, investiert worden. »Es sind nach wie vor hohe Summen erforderlich, um dieses Projekt weiter zu finanzieren«, betonte Schneider. Für die noch anfallenden Arbeiten werden 500 000 Euro benötigt.

Bis August soll nach dem Erdgeschoss auch das 1. Obergeschoss fertiggestellt werden. Anschließend warten weitere Etagen sowie die Außenanlage auf eine Sanierung. »Außerdem müssen wir die Eltern davon überzeugen, dass ihre Kinder hier gut aufgehoben sind«, sagte Schneider.

Als »großartiges Projekt« betrachtete Erster kreisbeigeordneter Oswin Veith die erste integrative Schule des Wetteraukreises. Auch in Zukunft soll die Schule Unterstützung erhalten, so weit es möglich ist. »Ich wünsche, dass diese Schule auch weiterhin von Erfolg gekrönt ist«, sagte Bürgermeister Bernd Witzel in seiner Ansprache. Die Sophie-Scholl-Schule erweitere nun »den größten Schulstandort im Kreis«, auch wenn dieser Weg kein leichter gewesen sei.

Als Geschenk überreichte Witzel 25 Eintrittskarten für das Usa-Wellenbad, welche der Erste Stadtrat Armin Häuser nochmal verdoppelte. Einen Scheck im Wert von 1000 Euro dufte die pädagogische Schulleiterin Marion Deysenroth gemeinsam mit Magnus Schneider von Ulrike Greif (Sparkasse Oberhessen) entgegennehmen. »Für uns ist es wichtig, dass die Kinder individuell gefordert und gefördert werden«, erklärte die Pädagogin.

Nach den Ansprachen folgte eine Schulaufführung der Kinder. Um den Gästen einen Einblick in den Schulalltag zu gewähren, hatten sich die Kinder spontan für einen »Anlaut-Rap« und Ausschnitte ihrer Haustier-Referate entschieden. In ihrem Vortrag »Eine Schule für alle Kinder« erläutere Wiltrud Thies, Schulleiterin der Sophie-Scholl-Schule Gießen, einige Schwerpunkte der Inklusion an Schulen.

Nach der offiziellen Eröffnung hatten alle Gäste die Gelegenheit, die Schule auf einem Rundgang zu erkunden. Zwar nicht vor Ort, aber auch unter den Gratulanten war Oliver Pocher. Der TV-Moderator ließ verkünden, dass er auch weiterhin Schule und Aufbau unterstützen werde.

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