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Sind mit dem Ergebnis der Sonderimpfaktion sehr zufrieden: (v. l.) Dr. Raheleh Miran, Fachbereichsleiter Matthias Wieliki, Erster Stadtrat Peter Krank und Laura Pepper von der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Warteschlange

„Großer Andrang“ bei Sonderaktion in Bad Nauheim: Letzte Corona-Impfung um 22.50 Uhr

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Bis spät in die Nacht wurde bei einer Sonderimpfaktion gegen Corona in Bad Nauheim Impfstoff verabreicht. Der Andrang der Impfwilligen war größer als erwartet.

Bad Nauheim – Angesichts eines mehr als ausreichenden Angebots an Corona-Impfstoffen werden immer mehr Sonderaktionen ohne Anmeldung angeboten. Eine davon wurde dieser Tage in Bad Nauheim organisiert und von der Stadt als voller Erfolg gewertet. »Für dich, für deine Freunde, für Bad Nauheim« - dem Aufruf folgten etliche Bad Nauheimerinnen und Bad Nauheimer und besuchten die Impfaktion von Johanniter-Unfall-Hilfe, Hausarztpraxis Dr. Miran und Kur-Apotheke Bad Nauheim.

»Ziel war es, die Impfquote in unserer Stadt zu steigern und Hürden wie eine lange Anfahrt oder eine Terminsuche beim Arzt zu vermeiden«, erklärt Erster Stadtrat Peter Krank, der die Aktion am Testcenter eröffnete. »Wir freuen uns, dass wir dieses Ziel mit der letzten Impfung, die um 22.50 Uhr verabreicht wurde, erreicht haben«, lautet das Fazit von Dr. Raheleh Miran und Oliver Pitsch, Regionalvorstand der Johanniter.

Corona-Impfaktion in Bad Nauheim: Wartezeiten sollen verkürzt werden

Menschen aus allen Alters-, Gesellschafts- und Prioritätengruppen der Impfverordnung kamen zur Aktion am Parkdeck Sprudelhof. »Wir haben sehr viele Leute erreicht, das unterstreicht den Erfolg des Termins. Aufgrund des großen Andrangs werden wir bei der zweiten Impfaktion in Bad Nauheim am 12. August zwei weitere Impfstraßen einrichten, um die Wartezeiten deutlich zu verkürzen«, erklärt Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Das Engagement und die Kooperation zeige einmal mehr, wie Bad Nauheim in der Bewältigung der Pandemie zusammenstehe. Starke Lösungen entstünden dann, wenn man Kräfte bündele.

Zahlreiche Helfer wurden bei der siebenstündigen Aktion benötigt. Im Bus waren zwei Ärzte und drei medizinische Fachkräfte pausenlos damit beschäftigt, die Daten der zu impfenden Personen aufzunehmen, Aufklärungsgespräche zu führen und den Impfstoff zu verabreichen. Verimpft wurden je nach Wunsch oder Anamnese Biontech oder Johnson & Johnson. Vor dem Bus sollten die Geimpften direkt das Impfzertifikat von der Kur-Apotheke erhalten - aufgrund eines tagelangen bundesweiten Serverausfalls kein leichtes Unterfangen.

Daher wurde von den Apotheken-Mitarbeitern kurzfristig eine Weboberfläche aufgebaut, um die Daten erfassen zu können. Die Zertifikate werden ab dieser Woche per E-Mail zugesandt. Die bis weit in die Ludwigstraße hineinreichende Warteschlange vor dem Bus wurde vom Johanniter-Team mit Trinkwasser versorgt und nach der Impfung betreut. Peter Krank dazu: »Ich bin vom unermüdlichen Einsatz aller Akteure beeindruckt, die nach einem normalen Arbeitstag Beispielhaftes geleistet haben. Einige Einsatzkräfte der Johanniter waren nachts zuvor erst aus den Katastrophengebieten im Ahrtal zurückgekehrt.«

Corona-Impfungen in Bad Nauheim: An zweite Impfung denken

Auch wenn man immer wieder hört, dass nach der ersten Impfung bereits ein Schutz gegen den schweren Verlauf einer Corona-Infektion besteht, ist die Zweitimpfung zwingend notwendig. Vor allem aufgrund der Entwicklung von Mutationen des SARS-CoV-2-Virus verstärkt die Zweitimpfung den Schutz um ein Vielfaches. Deshalb wird an die Teilnehmer der Aktion appelliert, die Zweitimpfung nicht zu vergessen.

Am 12. August wird die Aktion zwischen 16 und 21 Uhr am Testcenter Parkdeck Sprudelhof wiederholt. Hier erhalten alle, die mit den Impfstoffen von Biontech geimpft wurden, ihre Zweitimpfung. Durch die Kooperation mit der Kur-Apotheke bekommen die Teilnehmer ihr digitales Impfzertifikat vor Ort. Auch Erstimpfungen mit Biontech oder Johnson & Johnson sind an diesem Tag wieder möglich.

Wer möchte, kann also nach Feierabend vorbeikommen und sich impfen lassen. »Um die Übertragung einer Infektion wirksam zu stoppen, muss eine ausreichende Immunität in der Bevölkerung vorhanden sein. So können Sie mit Ihrer Impfung zum Schutz anderer beitragen, selbst wenn diese krankheitsbedingt nicht geimpft werden können. Ihre Impfung gegen das Coronavirus ist ein Beitrag zum Schutz aller, die hier leben«, sind sich die Verantwortlichen einig.

Mitzubringen zum Termin sind der Personalausweis, die Versichertenkarte, der Impfpass oder ein Genesenenzertifikat/positiver PCR-Test sowie eine Einwilligungserklärung, die auf der städtischen Homepage vorab ausgefüllt und ausgedruckt werden kann.

Mögliche Gewinne der Aktion, die sich aus der Abrechnung der Impfungen ergeben, werden nach Angaben des Rathauses über die Initiative »#Kurstadt hilft Kurstadt« an die Opfer der Flutkatastrophe gespendet.

Das Impfen und die Schnelltests kommen sich nicht in die Quere: Am »Impfdonnerstag« hat der Testbus regulär geschlossen. So kann dieser Tag zum Impfen genutzt werden.

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