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Sommer-Reihe startet wieder

  • VonHanna von Prosch
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Bad Nauheim (hms). War das nicht schön im vergangenen Jahr? Mit Freunden draußen ums Wasser der Konzertmuschel in der Trinkkuranlage sitzen, ein Getränk in der Hand und feinsinniger bis frecher Musik lauschen? Das gibt es wieder und wahrscheinlich mit noch mehr Gästen. Die Sommer-Reihe findet in den Ferien jeden Donnerstagabend statt und startet am 22.

Juli.

Die Planungen waren für das Team des Kultur- und Sportamtes der Stadt nicht einfach. Nicht alles ist nachholbar, was im vergangenen Sommer ausfallen musste. Und nicht alles hat sich bewährt. Wo zum Beispiel die Nähe zwischen Publikum und Darsteller nötig ist, brachte die Wasserfläche zu viel Distanz. Aber für Musik mit kleinen und mittelgroßen Ensembles ist diese Open-Air-Idylle geradezu ideal.

Einziger Auftritt in Hessen

Auf dem Programm stehen in diesem Jahr Publikumslieblinge wie Simon & Jan (22. 7.) oder Maybebop (19. 8.), Insider-Magneten wie Dota (5. 8.) oder Alin Coen (26. 8.), Exotisches wie Conexión Cubana (12. 8.) und als einmalige Besonderheit am 29. Juli: Der Auftritt von Klaus Doldingers Passport. Der Jazz-Saxofonist Klaus Doldinger ist im Mai 85 Jahre geworden und kein bisschen müde. Anfang der 1950er Jahre, gründete er die Dixieland-Band »The Feetwarmers«. Jetzt feiert er »The first 50 Jears of Passport«. Sein »Tatort«-Thema, hat sich ins Gedächtnis eingebrannt. Mit seinem die Seele erfüllenden Saxofon-Ton nimmt er das Publikum aus jung gebliebenen Träumern und unverbesserlichen Jazzern mit auf eine intensive musikalische Reise.

Alles wird gut: Denn Simon & Jan sind gekommen, um die Menschheit zu retten. In ihrem neuen Programm lösen die beiden Liedermacher Probleme, wie sie jeden Tag auftauchen.

Sie balancieren durch die Irrungen und Wirrungen der Welt, jodeln gegen ungezähmten Fleischkonsum und begleiten die Menschen vor das letzte Gericht. Zwölf Kleinkunstpreise haben die beiden erhalten für selten zu findende Textqualität, ihre Selbstironie und Musikalität.

Die Berliner Musikerin Dota Kehr strickt mit ihrer Band Dota aus feinsinnigen und vielschichtigen Texten eingängige Popsongs. Darin ist viel Platz für Poesie, Politisches und Party, für Melancholisches und Albernes. Die Tragweite mancher Gedanken sickert erst nach und nach ein. »Wir rufen dich, Galaktika« heißt ihr Programm. Dota schreibt Lieder, die den Blick auf die Welt in kleinen, alltäglichen Details und im großen Ganzen richten.

Maybebop gibt es seit 1992, zunächst als reine Jazzband. Um Gründer Oliver Gies gab es einige personelle Veränderungen und musikalische Erweiterungen hin zu Pop-Hits, Latin oder Hip-Hop. Seitdem machen sie ununterbrochen hochprofessionelle A-cappella-Musik mit deutschen Texten. Mit ihrer ungekünstelten Art und Spielfreude überraschen die vier Freunde das Publikum jedes Mal aufs Neue.

Neues Album nach sieben Jahren

Conexión Cubana mit Sänger William Borrego Rodriguez ist einer der aufstrebendsten Son-Cubano-Gruppen. Lebensfreude kennzeichnet ihre Auftritte. Sie zaubern an Timbales und Congas den typischen Rhythmus. Im Son Cubano mischen sich Motive aus Tanzformen der spanischen Kolonisatoren, wie Menuett, Contradanza, Bolero oder Zapateado mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil.

Sieben Jahre warteten die Fans von Alin Coen auf ein neues Album. Jetzt geht sie damit auf Tour. Unter dem Titel »Nah« enthält es zwölf Songs, in denen die Popkünstlerin die Welt zum Schwingen bringt und tief in die Seele eindringt. Sie geht alternative Lebenswege, wagt Gedankenspiele. Coen erhebt ihre Stimme, nicht nur in ihrer eigenen Musik, sondern auch, um anderen Gehör zu verschaffen.

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