Das Solbad im Wandel der Zeit

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Die Geschichte um dem große Sprudel und die Entstehung des Sprudelhofs ist bekannt. Nach dem Ausbruch des großen Sprudels 1846 und der Erbohrung des Friedrich Wilhelm Sprudels 1855 stieg die Gästezahl in Nauheim sprunghaft an und machte in den nächsten Jahrzehnten den Bau der Badehäuser 3, 4, 5, 6 und 7 erforderlich. Auf insgesamt 7 Bildtafeln werden nun in einer Ausstellung im Badehaus 3 die zwischen 1823 und 1905 erbauten Badehäuser vorgestellt, die durch die Jugendstilbauten zuweilen etwas in Vergessenheit geraten sind. Der Jugendstilverein wählte hierfür historisches Bildmaterial, welches mit vielen Informationen an die frühen Zeiten der Kurstadt erinnert.

Die Geschichte um dem große Sprudel und die Entstehung des Sprudelhofs ist bekannt. Nach dem Ausbruch des großen Sprudels 1846 und der Erbohrung des Friedrich Wilhelm Sprudels 1855 stieg die Gästezahl in Nauheim sprunghaft an und machte in den nächsten Jahrzehnten den Bau der Badehäuser 3, 4, 5, 6 und 7 erforderlich. Auf insgesamt 7 Bildtafeln werden nun in einer Ausstellung im Badehaus 3 die zwischen 1823 und 1905 erbauten Badehäuser vorgestellt, die durch die Jugendstilbauten zuweilen etwas in Vergessenheit geraten sind. Der Jugendstilverein wählte hierfür historisches Bildmaterial, welches mit vielen Informationen an die frühen Zeiten der Kurstadt erinnert.

In wochenlanger Arbeit haben Hiltrud Hölzinger und Gisela Christiansen, Mitglieder des Jugendstilvereins, die Dokumentation vom ersten Badehaus bis zur heute bestehenden Jugendstilanlage erarbeitet. Bereits im Januar reifte die Idee der Ausstellung. Diese kann ab sofort während der Führungen besichtigt werden.

Dank intensiver Recherche bietet die neue Dokumentation im langen Flur des Badehauses 3 viele Hintergrundinformationen, ebenso sind zu den Führungen nun auch zwei unterschiedliche Badezellen geöffnet, die neu hergerichtet wurden.

Die Ausstellung beginnt mit dem "Leben vor dem Brunnen", vor dem großen Ensemble. Ausgehend von dem ersten, 1823 erbauten einfachen Badehaus mit 9 Wannen und 9 Gästezimmern, entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten ein reger Badebetrieb, der den Bau immer neuer Badehäuser erforderte. Bereits 1850 entstand das nächste Badehaus, das als Nummer 1 bezeichnet wurde, während das ursprüngliche erste Badehaus zum Hotel Kursaal umfunktioniert wurde. 1854, ein Jahr nach dem Bau des Badehauses 2, wurden Bad Nauheim die Stadtrechte verliehen, und der Franzose J. R. Viali bekam die Konzession zum Betreiben einer Spielbank, mit der Verpflichtung, das Anlegen eines Kurparks, eines Kurhauses und anderer Bauten mitzufinanzieren.

Der Blick der Ausstellung ist ebenso auf die Trinkkuranlage gerichtet, die vor dem Neubau durchaus attraktiv angelegt war.

Einmalige Badeanlage

Ein weiteres Thema sind die Brunnenfassungen, die von einer einfachen Umbauung mit Sintersteinen über mehrere Umgestaltungen schließlich 1911 ihre endgültige Fassung nach dem Entwurf des Bildhauers Heinrich Jobst erhielten. Den Abschluss der Dokumentation bildet die von dem Architekten Wilhelm Jost entworfene, in ihrer Geschlossenheit europaweit einmalige, Badeanlage mit ihrer ebenso funktionellen wie dekorativen Ausstattung im Jugendstil. "Die Ausstellung befasst sich nicht mit Persönlichkeiten, die als Kurgäste nach Bad Nauheim kamen", so Andreas Hilge, 1. Vorsitzender des Jugendstilverein. "Auch nicht mit Therapien, das hätte den Rahmen gesprengt." Vorstellbar wäre aber eine Erweiterung der Dokumentationen. Hier könnte man sich mit Badeärzten oder Technik beschäftigten. Frank Thielmann, Vorsitzender der Sprudelhof-Stiftung, sprach zur Eröffnung auf die anstehende Sanierung des Sprudelhofs an und erläuterte Schritte der notwendigen Maßnahmen.

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