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Der neue Bad Nauheimer Ausländerbeirat: (v. l. stehend) Ernesto Filippelli, Mahnaz Mehdizadeh Jafary, Dr. Eva Bober, Rita Orfali, Emine Antolic, Sonja Sammeth (Schriftführerin/Verwaltung), Petra Michel (Stadtverordnete/Gast), (v. l. kniend) Ali Bulut (Stadtrat und zuständiger Dezernent), Lara Tomasoni, Sinan Sert und Sorin-Cristian Macu.

Sinan Sert als Vorsitzender bestätigt

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Bad Nauheim (pm). Die neu gewählten Mitglieder des Ausländerbeirats haben sich am Mittwoch in der Trinkkuranlage zur konstituierenden Sitzung eingefunden. Vorsitzender Sinan Sert durfte dazu neben dem zuständigen Dezernenten Stadtrat Ali Bulut auch Gäste aus Lokalpolitik und Bürgerschaft begrüßen. Auf der Tagesordnung standen vornehmlich Wahlen, unter anderem zum Vorsitz.

Sinan Sert wurde als Vorsitzender bestätigt, zu seinen Stellvertreterinnen wurden Emine Antolic und Lara Tomasoni gewählt.

Aber auch die lokalpolitische Arbeit wurde zügig aufgenommen. So beschloss das Gremium, die Geschäftsordnung des Stadtparlaments bezüglich der Änderungen der Hessischen Gemeindeordnung zum Ausländerbeirat überprüfen und gegebenenfalls anpassen zu lassen. Im vergangenen Jahr wurde den Ausländerbeiräten das direkte Antragsrecht in die Gemeindevertretung zugestanden. Dies sei allerdings, so Vorsitzender Sert, im aktuellen Bad Nauheimer Stadtrecht noch nicht entsprechend eingearbeitet.

Gegen Rassismus, für mehr Toleranz

Bisher durfte der Beirat lediglich Empfehlungen und Vorschläge an den Magistrat sowie Stellungnahmen zu aktuellen Beschlüssen abgeben. Sert sieht in der Änderung eine Chance für mehr lokalpolitische Demokratie und empfiehlt, “das Antragsrecht auf weitere Beiräte der Stadt, wie zum Beispiel Ortsbeiräte auszuweiten„.

Der Ausländerbeirat ist sich zudem darin einig, weiterhin auch kulturelle Themen sowie Aktionen gegen Rassismus und für mehr Toleranz in der Gesellschaft zu verfolgen. Diskutiert wurden Ideen zu Kunstausstellungen sowie Workshops mit Kindern und Jugendlichen oder dazu, verbindende kulinarische Abende zu gestalten. Auch an einem zeitgemäßen Auftritt im Internet beziehungsweise sozialen Medien soll gearbeitet werden.

Abschließend zeigte sich Sinan Sert zuversichtlich für die weitere Arbeit des Gremiums. Der Abend sei “angefüllt gewesen von Energie und Enthusiasmus„. Diese gelte es nun zum Wohl der Stadt und seiner Einwohner zu bündeln und mit der Lokalpolitik zu vernetzen.

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