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Einige Sieger des Känguru-Wettbewerbs.

Siegerehrung wieder in der Schule

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Bad Nauheim (pm). Mit dem Einsetzen des Präsenzunterrichts kann die Ernst-Ludwig-Schule in Bad Naheim nun Ehrungen und Preisverleihungen nachholen, die während des Distanzunterrichts nicht möglich waren. So sind jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Känguru-Wettbewerb und an der »Science-Fair« ausgezeichnet worden.

Auch in diesem Jahr nahmen etwa 80 an Mathematik interessierte Schülerinnen und Schüler der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) am Känguru-Wettbewerb teil. Obwohl der Mul-tiple-Choice-Wettbewerb bereits das zweite Jahr in Folge nur online ausgetragen werden konnte, war die Vorfreude groß. 13 Schüler der ELS gehörten mit der erreichten Punktzahl zu den besten etwa fünf Prozent ihres Jahrgangs in Deutschland und wurden mit Siegerpreisen belohnt.

23 Aufgaben in Folge richtig

Eine besondere Auszeichnung erhielt Silja Ludwig (8F), der mit 27 richtigen aufeinanderfolgenden Aufgaben der größte Kängurusprung aller ELS-Teilnehmer gelang. Der Verein der Freunde der ELS hatte das Startgeld für alle Teilnehmer übernommen. Die Siegerehrung fand wegen des damaligen Wechselunterrichts an zwei Tagen statt.

Außerdem sind junge Forscher an der Schule auf spannende Experimentierreise gegangen. Die naturwissenschaftlichen Fragestellungen hatten sie selbst gewählt.

Als MINT-EC-Schule bietet die ELS durch eine »Science Fair« (Wissenschaftsmesse) naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern eine Spielwiese zum wissenschaftlichen Experimentieren an. Die fünte Auflage der Messe musste pandemiebedingt anders ablaufen als in den Jahren zuvor. Es gab Treffen zwischen den Schülern und den betreuenden Lehrkräften Nora Ludwig und Niels Jackson im Freien mit viel Abstand und dem Tragen von Masken, um Absprachen zu den Experimenten treffen zu können. Eines hat sich aber nicht geändert, nämlich das selbstständige Arbeiten am Experiment von zu Hause aus, was die Teilnehmer mit viel Interesse und gutem Durchhaltevermögen über zwei Monate hinweg getan haben.

Die Corona-Pandemie hat die Schüler sogar dazu inspiriert, aktuellen Fragestellungen nachzugehen. So haben sich gleich zwei Gruppen mit der Wirksamkeit von Masken bzw. der Aerosolausbreitung beschäftigt. Besonders interessant war hierbei die Untersuchung von Mary und Amy Mank, da sie ihre Untersuchungen mit dem Musikunterricht verbunden haben. Sie gingen der Fragestellung nach, welche Auswirkungen die Lautstärke beim Spielen einer Trompete auf die ausgestoßene Aerosolmenge hat. Es stellte sich durch Auswiegen eines vor die Trompete platzierten Küchenpapiers heraus, dass die Tonstärke »forte fortissimo« für die meiste Aerosolbildung verantwortlich ist.

Erster Platz für Thema Bohnen

Wie bisher waren auch dieses Jahr wieder biologische und physikalische Fragestellung mit dabei. In der Welt der Physik ging es einmal um den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten, was in der aktuellen Klima- und Energiedebatte ein wichtiges Thema ist. Ein anderes Mal stand die Tragfähigkeit von Wasser im Mittelpunkt, was im Ingenieurwesen eine wichtige Rolle spielt.

In der Biologie hat sich eine Gruppe mit dem Geschmackssinn des Menschen beschäftigt. Ihnen war es ein Anliegen, herauszufinden, ob die Farbe, also der Sehsinn, mit dem Geschmacksinn verbunden ist. Dafür färbten sie Proben eines Getränks mit unterschiedlichen geschmacksneutralen Lebensmittelfarben und fragten nach dem Geschmacksempfinden (süß, sauer, salzig, bitter, künstlich oder anderes). Ein Ergebnis war, dass rot und orange gefärbte Getränke als sehr süß empfunden wurden und die blau gefärbte Getränkeprobe (selbes Getränk) eher als künstlich.

Die andere Biologie-Gruppe hat sich dem Pflanzenwachstum gewidmet. Dabei machten sie sich über Nahrungsmittelproduktion Gedanken und welche Auswirkungen verschiedene Bodenbeschaffenheiten auf das Wachstum von Bohnenpflanzen haben. Durch ihre sehr wissenschaftliche Herangehensweise, ihre saubere Dokumentation und die gute Schlussfolgerung konnten sie die Jury überzeugen und den ersten Platz belegen.

Um die Platzierungen festzulegen, trafen sich die Jurymitglieder - Prof. Schröder (Professorin für Elektrotechnik an der THM Gießen), Frau Stitterich (Schulleiterin der ELS) und Frau Jung-Hengst (ehemalige Schulleiterin der ELS) - in einer Videokonferenz. Zudem wandte sich die Jury mit einem schriftlichen Feedback an die Schüler. Diese freuten sich sowohl darüber als auch über die von Schröder organisierten Preise.

Auch sie haben in Mathe gut abgeschnitten.
Die Gewinner der »Science Fair«.
Sieht anders aus - und schmeckt dadurch auch anders.

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