Testen die Station "Vitalität" im Südpark (v. l.): Bürgermeister Klaus Kreß, Fachbereichsleiter Steffen Schneider, Krzysztof Kuczmanski-Zbylut (Calisthenics-Gruppe), Fachdienstleiter Volkmar Dörn, Patryk Szukalski und Dawid Galicki (beide Calisthenics-Gruppe).	FOTO: PM
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Testen die Station »Vitalität« im Südpark (v. l.): Bürgermeister Klaus Kreß, Fachbereichsleiter Steffen Schneider, Krzysztof Kuczmanski-Zbylut (Calisthenics-Gruppe), Fachdienstleiter Volkmar Dörn, Patryk Szukalski und Dawid Galicki (beide Calisthenics-Gruppe). FOTO: PM

Schwungvoll an der frischen Luft

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Bad Nauheim (pm). Vier Gerätestationen mit einer Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten hält der neue Fitness-Parcours im Südpark nahe des Triton-Brunnens bereit. Er bietet allen Sportbegeisterten, die gerne mit ihrem eigenen Körpergewicht trainieren, sowie Menschen, die Kraft- und Mobilitätsübungen an der frischen Luft absolvieren möchten, eine Abwechslung zum Fitnessstudio und zum Sport zu Hause. Bürgermeister Klaus Kreß testete die neue Anlage am Freitag gemeinsam mit Sportlern der Calisthenics-Gruppe Friedberg und Bad Nauheim, Steffen Schneider als Fachbereichsleiter des Kur- und Servicebetriebs und Volkmar Dörn als Fachdienstleiter Kureinrichtungen und Therme.

Pfad für Gehtraining ist auch ein Thema

»Die lokale Calisthenics-Gruppe Friedberg und Bad Nauheim ist an uns herangetreten und fragte nach einer Erweiterung der Fitnessanlage im Gesundheitsgarten um einige Geräte. Da der Gesundheitsgarten jedoch nicht ganzjährig geöffnet ist und das Interesse an Bewegung und sportlicher Fitness im Freien in Bad Nauheim groß ist, haben wir nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Der Südpark ist für diesen Zweck bestens geeignet. Ich freue mich, dass wir den Parcours nun pünktlich zu den Corona-Lockerungen zum gemeinsamen Sporttreiben im Außenbereich öffnen können«, äußert sich der Bürgermeister.

Das Vorhaben sei im Vorfeld auch mit den Kliniken erörtert worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. »Insbesondere die Reha-Patienten und deren Therapeuten haben Interesse am Fitness-Parcours. An den einzelnen Stationen können individuelle Übungen zur Rehabilitation erlernt werden, die Nähe zu vielen Kliniken ist dabei ideal. Wir werden mit den Klinikverantwortlichen in absehbarer Zeit zudem über eine Erweiterung um einen Pfad für Gehtraining sprechen. Dieser ist mit verschiedenen Alltagsbodenbelägen ausgestattet und hilft zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder nach dem Einsatz von Endoprothesen beim Wiedererlernen des Laufens«, erklärt Schneider.

Vom Klimmzug bis zum Handstand

Mit der Errichtung der Anlage wurde im Dezember begonnen. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs bereiteten das Gelände für das Setzen der Geräte vor, indem der Boden ausgehoben und die Entwässerung angelegt wurden. Nach dem Fundamentieren und der Installation der Geräte passten die Gärtner das Geländeniveau an, pflasterten die Einfassung sowie einen Weg zur Anlage und säten den Bereich ein. Zum Schluss wurde der Platz, der mit den vorhandenen Bäumen harmoniert, mit Holzhackschnitzeln ausgelegt.

»An jeder Station erklären bunte Hinweisschilder Beispielübungen, die in drei Schwierigkeitsstufen ausgeführt werden können. An der größten Station ›Vitalität‹ wird an Suspensionsringen trainiert, es können Klimmzüge gemacht oder sich in der Hängeposition entlang gehangelt werden. Es gibt eine Sprossenwand, und auch Push-ups und Row-ups, Liegestützen an Stangen, sind möglich. An der Station ›Dips-Barren‹ liegt der Fokus auf der Stütz-, Arm- und Schultermuskulatur, und an der ›Squat-Plattform‹ wird die Ausdauer trainiert. Kunstvoll geht es am ›Handstandbügel‹ zu, an dem aber auch viele andere Übungen ausgeführt werden können«, erläutert Dörn.

André Rygiert von der Calisthenics-Gruppe zeigt sich erfreut über den neuen Parcours: »Durch die vier Stationen haben wir eine weitere Möglichkeit, um draußen unter besten Voraussetzungen zu trainieren. Da wir ohne Ausrüstung und nur mit dem Eigengewicht agieren, sind Fitness-Parks für uns besonders attraktiv und machen unser Kraft-, Balance-, Mobilitäts- und Flexibilitätstraining abwechslungsreicher.«

Die Kosten für die Geräte belaufen sich laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Nauheim auf rund 21 000 Euro.

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