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Mario Berousek hat sich mit seinem Talent rasch international auch als Solokünstler durchgesetzt. Vier Jahre war er im weltberühmten Moulin Rouge in Paris verpflichtet. FOTO: PV

Ovag-Varieté

Der schnellste Jongleur der Welt

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Er ist der schnellste Jongleur der Welt: Mario Berousek aus Prag, und er wird beim Ovag-Varieté in Bad Nauheim zu Gast sein.

Jonglage ist fester Bestandteil jedes Zirkus- und Varieté-Programms. Gleich zwei Darbietungen dieser Art präsentiert das 18. Internationale Ovag-Varieté vom 10. Januar bis 5. Februar im Dolce-Theater mit 45 Artisten aus 20 Nationen. Die Karten seien derart begehrt, dass jetzt eine weitere Zusatzveranstaltung angesetzt wurde. Zu den insgesamt 49 Shows werden rund 35 000 Zuschauer erwartet - ein neuer Besucherrekord, teilen die Veranstalter mit.

Beim Thema Schnelligkeit kann keiner so gut mitreden wie Mario Berousek aus Prag. Mit Fug und Recht darf er von sich behaupten, der schnellste Jongleur der Welt zu sein - immerhin hat er vier Weltrekorde in der Tempo-Jonglage aufgestellt. Um Zahlen durch die Luft fliegen zu lassen: Fünf Keulen fing er in einer Minute 240-mal auf, und drei Keulen flogen mit 171 Würfen in 48 Sekunden. Außerdem steht im Rekordbuch: Fünf Keulen ließ er in einer Minute rotieren und fing sie in 30 Sekunden 128-mal auf.

Aus altem Zirkus-Adel

Seit 36 Jahren steht Berousek auf der Bühne. Er entstammt altem Zirkus-Adel, nämlich der Berousek-Dynastie, deren Wurzeln sich bis ins Jahr 1756 zurückverfolgen lassen. Erster Künstler dieser Familie war Josef Berousek, ein Marionettenspieler. 1919 gründete Hynek Berousek mit seinen fünf Söhnen den ersten Zirkus der Familie. Marios Großvater Antony übernahm das Unternehmen und führte es bis zur Verstaatlichung 1951 fort.

Mario Berousek wurde 1974 geboren und begann im Alter von neun Jahren seine Karriere mit seinen Eltern, die bereits jonglierten. Zwei Jahre später stieß sein Bruder Robert hinzu und als Quartett wirbelten sie bis 1995 die Besucher schwindlig. Danach begann Mario seine Solokarriere.

So schnell wie er jongliert, so schnell setzte Mario Berousek auch als Solokünstler durch. Was nur wenigen gelingt: Vier Jahre am Stück war er im weltberühmten Moulin Rouge in Paris verpflichtet. Außerdem: Silber beim Weltzirkusfestival in Paris und der Bronze Clown beim Internationalen Zirkus Festival von Monte Carlo.

Das Spiel mit den Diabolos ist mindestens eintausend Jahre alt. Trotzdem scheinen die Formen der Ausübung noch lange nicht ausgereizt, immer wieder überraschen Artisten mit neuen Nuancen und Spielarten. Eine dieser neuen attraktiven Spielarten verkörpern die Diabolo Walkers aus Taiwan. Vor sechszehn Jahren fanden die heute 26- bis 28-jährigen Chen, Lin, Yu und Ting-Chun in der taiwanesischen Stadt Yingee zusammen, wo sie dieselbe Schule besuchten. Sie waren Mitglieder des Diabolo-Schul-Teams, nahmen an Wettbewerben teil, wurden besser und besser und 2007 Diabolo-Meister im Gruppenwettbewerb. Dieser Erfolg schweißte die vier Jungs zusammen. Sie trainierten noch intensiver wagten den Sprung ins Profigeschäft. Wahnsinniges Tempo, Tricks und eine waghalsige Choreografie zeichnen das Spiel der "Diabolo Walkers" aus. Vier "Teufel", die nichts mehr hält, wenn sie erst einmal losgelassen: Nach Bad Nauheim kommen sie als frisch gekürte Silbermedaillengewinner des Internationalen Zirkus-Festivals von Namur.

Karten für das Varieté gibt es bei der Ovag telefonisch unter 0 60 31/68 68 11 13 oder im Internet unter www.tickets-wetterau.de.

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