Die UWG-Politiker Sascha Pfeiffer, Klaus Englert, Markus Philipp, Gerhard Hahn, Markus Theis, Markus Philippi und Michael Kuhn (v. l.) vor der Energiezentrale. FOTO: PV
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Die UWG-Politiker Sascha Pfeiffer, Klaus Englert, Markus Philipp, Gerhard Hahn, Markus Theis, Markus Philippi und Michael Kuhn (v. l.) vor der Energiezentrale. FOTO: PV

"Rundum-sorglos-Paket" für Bauherren

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Bad Nauheim(pm). Ein Bild von der Energiezentrale für Kalte Nahwärme im Baugebiet Bad Nauheim Süd haben sich Mitglieder der FW/UWG-Fraktion gemacht. Die Funktionsweise erläuterte Projektleiter Sebastian Böck. In der Energiezentrale wird das Sole-Glykol-Gemisch (250 000 Liter) aus den Erdkollektoren, die unter einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in 1,5 und 3 Metern Tiefe verlegt worden sind, gesammelt und dann in das Rohrnetz zu den Häusern geleitet. Dort werden mit Wärmepumpen aus etwa 1 Kilowattstunde Strom 4 bis 5 Kilowattstunden Wärme erzeugt. Das 22 000 Quadratmeter große Erdwärme-Kollektorfeld ist das größte in Deutschland und Teil eines Forschungsprojekts.

Diese CO2-neutrale Energieversorgung ist laut Böck bei einem Neubaugebiet extrem effizient, da der Energiebedarf von Neubauten nach den neuesten Vorschriften nicht so hoch ist und konventionelle Energieträger wie Gas durch die CO2-Steuer in Zukunft immer teurer werden. Das Konzept müsse den Bauherren natürlich erklärt werden, da es noch unbekannt sei. Einen Anschlusszwang gebe es in Bad Nauheim Süd nicht. "Umso größer ist der Erfolg, da sich eine Anschlussquote von über 85 Prozent abzeichnet", erklärte Markus Theis, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Auch in Zukunft werde die Politik solche und andere Möglichkeiten der alternativen Energieversorgung in anderen Baugebieten fördern. Für die Bauherren hätten die Stadtwerke ein "Rundum-sorglos-Paket" geschnürt, das auch die Fernüberwachung der Anlage und einen Glasfaseranschluss der Häuser enthalte. Laut Theis hat das Gesamtkonzept Modellcharakter, viele Interessenten von außerhalb hätten sich bereits darüber informiert.

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