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Landrat Jan Weckler (M.) und Bürgermeister Klaus Kreß (hinten r.) besichtigen den fertiggestellten Anbau an der Rosendorfschule in Steinfurth gemeinsam mit Schulleiterin Silke Lahr, Hausmeister Helmuth Falk (vorne r.) und dem Projektleiter des Fachdienstes Hochbau des Wetteraukreises, Normen Preuß.

Rosendorfschule: Anbau ist fertig

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Bad Nauheim-Steinfurth (prw). »Eigentlich wollten wir in diesen Tagen die Einweihung des Anbaus für die Rosendorfschule in Bad Nauheim-Steinfurth feiern. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen machen dies aber unmöglich. Die offizielle Einweihung kann aber noch nachgeholt werden«, teilt Landrat Jan Weckler mit, der sich dieser Tage ein Bild von den fertiggestellten Arbeiten gemacht hat.

»Die Erweiterung der Rosendorfschule in Steinfurth ist eine der größten aktuellen Baumaßnahmen des Kreises«, erläuterte er. In den vergangenen zwei Jahren sind neben sechs Klassenräumen auch eine Mensa mit Kochküche, ein neuer Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmer, Klassen- und Differenzierungsräume entstanden. »Damit verfügt die Rosendorfschule nun über ein großes Raumangebot, das gerade vor dem Hintergrund der Ganztagsentwicklung benötigt wird. Die Übergangslösungen der vergangenen Jahre mit Containerbauten können wir auflösen«, macht der Landrat deutlich. Vor dem ersten Spatenstich war ein eingeschossiger Pavillon abgebrochen worden.

Einzelne Bereiche an Fassade ablesbar

Entstanden sei ein rechteckiger Baukörper, der es ermögliche, die energetisch besten Werte zu erzielen, heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises. Über eine querliegende transparente Verbindungsspange zum Altbau wird der Neubau im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss mit dem Altbau verbunden. »Bei der Fassade haben wir uns für eine vorgehängte hinterlüftete Plattenfassade entschieden, hinter der eine 20 Zentimeter starke Dämmung angebracht wurde. Durch die Fassadenbekleidung in unterschiedlicher Farbe und Plattengröße werden Bereiche und Flächen gegliedert. Die einzelnen Funktionsbereiche der Schule, wie Mensa, Küche oder Verwaltung, sind so über die Fassade ablesbar. Die Fläche des zweiten Obergeschosses wird optisch in anderer Fugenteilung und Farbgebung ausgeführt«, erläutert Landrat Weckler.

Ein besonderes architektonisches Zeichen setzt die Mensa im Erdgeschoss, die als vorspringender schräg verlaufender Baukörper aus dem Gebäudeblock herausragt. Um die barrierefreien Anforderungen zu erfüllen, hat der Neubau einen Aufzug erhalten, ebenso wurden zwei Klassenräume für eine inklusive Beschulung gestaltet. Die Dachform des Neubaus wurde als flach geneigtes Pultdach geplant; das Dach wird begrünt.

Der Erweiterungsbau hat neue Energieanschlüsse aus dem öffentlichen Straßennetz und eine neue Holz-Pellet-Heizung erhalten. Zudem sorgt für Spitzenlasten ein Gasbrennwertkessel für zusätzliche Energie. Der Anbau wurde mit WLAN ausgestattet, in den kommenden Wochen werden die interaktiven Schultafeln geliefert.

Am Hauptgebäude Arbeiten geplant

Mit dem Ende der Arbeiten am Erweiterungsbau ist die Baustelle Rosendorfschule allerdings noch nicht ganz fertig, denn am Hauptgebäude sollen jetzt noch brandschutz- und abwassertechnische Maßnahmen umgesetzt werden. Die Renovierung der Klassenräume und die Ausstattung mit WLAN und Displays beginnt in Kürze und soll bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

Nach diesen Arbeiten wird dann noch der Vier-Klassen-Container auf dem Schulhof zurückgebaut. Als Letztes steht dann die Neugestaltung der Außenanlage an. Ein Sportfeld und ein Kletterspielgerät werden auf dem angrenzenden Grundstück der Stadt Bad Nauheim errichtet.

Insgesamt wird der Wetteraukreis rund 7,5 Millionen Euro für den Erweiterungsbau der Rosendorfschule inklusive Einrichtungen, IT-Ausstattung, Außenanlagen und Sanierung der Bestandsgebäude investieren.

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