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Der Übergang von der Luise-Frey-Straße zum Gutermannweg in abendlicher Schneelandschaft: Das Problem ist erkannt, nur sperren sich mehrere Fraktionen gegen eine Lösung.

Problem erkannt, Lösung verschoben

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Bad Nauheim (pm). Der Eingangsbereich zum westlichen Teil des Wohngebietes »Am Hempler« in Nieder-Mörlen sei geprägt »von einem Gefahrenbereich für Autofahrer und noch mehr für Fußgänger«, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. »Während Autofahrer sich wegen erheblich eingeschränkter Sicht mit größter Vorsicht an die Zufahrt zur stark befahrenen Weingartenstraße herantasten müssen, endet der Weg für Fußgänger an dieser Einmündung im Nirwana.

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Der Übergang von der Luise-Frey-Straße in den Gutermannweg sei für Erwachsene kaum zu schaffen. CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Jordis: »Immer wieder kommt es hier für Fußgänger zu gefährlichen Situationen. Für Kinder wird dieser Bereich leicht zur tödlichen Falle. Es fehlen entweder ein sicherer Bürgersteig inklusive einer neuen Querungshilfe auf der Südseite der Weingartenstraße oder ein neuer Bürgersteig auf der Nordseite der Weingartenstraße als Zugang zur vorhandenen Querungshilfe, um ungefährdet in den Gutermannweg zu gelangen. Entlang der Nordseite gibt es eine städtische Parzelle, auf der der benötigte Fußgängerweg bereits hätte errichtet werden können.«

Der Bürgersteig endet an der ehemaligen Aral-Tankstelle an der Weingartenstraße und führt ins Nichts. Jordis: »Diesen Fußgängerweg haben die Bewohner des Baugebietes mit ihren Erschließungsbeiträgen mitfinanziert. Es ist ein Beweis dafür, dass bei der Planung des Baugebiets die Zuwegung in den alten Ortskern über den Gutermannweg von Anfang an vernachlässigt wurde. Sinnvoll wäre es, einen sicheren Fußweges in den alten Ortskern über den Gutermannweg zu schaffen.«

Plädoyer für sicheren Fußweg

Mit einem gesicherten Fußweg könnten attraktive Ziele im alten Ortskern von Nieder-Mörlen wie die katholische Kirche und die Kita, die katholische öffentliche Bücherei, die Bushaltestelle an der katholischen Kirche, der Hühnerhof und das Streuobstwiesengebiet »Auf der Heide« auf kurzem Weg erreicht werden.

Jordis: »Die endgültige Gestaltung des Übergangs über die Weingartenstraße sollte, wie vom Magistrat in schöner Regelmäßigkeit wiederholt, mit dem Straßenausbau in Angriff genommen werden. An dieses Versprechen erinnerte die CDU in ihrem Prüfantrag an die Stadtverordneten, der am 3. Dezember im Parlament debattiert wurde.«

In der Debatte bestätigen Sprecher aller Fraktionen die hochgefährliche Situation insbesondere für Fußgänger an dieser Querung, auch die UWG. »Am Ende des Wortbeitrags aber vollzog Markus Philipp als UWG-Sprecher eine Kehrtwendung um 180 Grad mit den Worten, die Verwaltung habe diese Situation bereits geprüft und keinen Lösungsansatz gefunden. Deswegen sei der Antrag überflüssig und werde von den Mitgliedern der UWG-Fraktion abgelehnt, was auch geschah. Benjamin Pizarro als Vertreter der FDP äußerte: ›Wir schließen uns der UWG-Fraktion an.‹ Die FDP agierte als willenloses Anhängsel der UWG.«

Die CDU hält fest: »Auf der einen Seite eine für die Bewohner bestehende Gefährdung von Leib und Leben wahrzunehmen, auf der anderen Seite zu verhindern, dass der Magistrat das Problem angeht und die vorhandene Gefahrenstelle entschärft, ist ein nicht nachvollziehbarer und unauflöslicher Widerspruch.« Jordis’ Fazit: »Die UWG handelt nach dem Motto: Die Verwaltung, die Verwaltung, die hat immer recht…«

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