Die Querungshilfe am Ortsausgang von Steinfurth hat bisher keine erkennbare Funktion. Sie soll künftig zum neuen Parkplatz schräg gegenüber der Sporthalle führen. FOTO: IHM-FAHLE
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Die Querungshilfe am Ortsausgang von Steinfurth hat bisher keine erkennbare Funktion. Sie soll künftig zum neuen Parkplatz schräg gegenüber der Sporthalle führen. FOTO: IHM-FAHLE

Parkplatz für 46 Autos an Sporthalle in Steinfurth geplant

  • vonPetra Ihm-Fahle
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An der Sporthalle im Bad Nauheimer Stadtteil Steinfurth soll ein Parkplatz für 46 Fahrzeuge entstehen. Der Bauausschuss hat dafür gestimmt. In der Sitzung ging es auch um die Kosten.

Steinfurth soll schräg gegenüber der Sporthalle einen großzügig durchgrünten Parkplatz für 46 Autos bekommen. Geschlossen stimmte der städtische Bauausschuss während seiner Sitzung in der Bad Nauheimer Trinkkuranlage für die Umsetzung des Vorhabens. Ein Ausschussmitglied enthielt sich.

Laut Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) handelt sich um eine Forderung aus dem Ortsbeirat Steinfurth, die nachvollziehbar sei. Der Wunsch sei bereits in die letzten Haushaltsberatungen eingeflossen: "Das Ergebnis liegt Ihnen nun in Form eines zu fassenden Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan Steinfurth-Süd vor." Ziel sei es, für die Sporthalle Steinfurth neue Parkplätze zu schaffen. Zudem werde für einen heimischen Rosenbetrieb auf dem Areal Baurecht für eine Halle geschaffen.

Was ist mit der Querungshilfe?

Christdemokrat Albert Möbs vermisste in der Vorlage allerdings einen Hinweis, wer die Kosten trägt. Er erwähnte überdies eine Querungshilfe am Ortsausgang Richtung Wisselsheim, die keine Funktion habe und ins Nichts führe. "Es wäre schön, wenn diese Querungshilfe bei dem Parkplatz-Projekt eingebunden werden könnte", sagte er.

Laut Jürgen Patscha (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung) besteht die Querungshilfe schon seit zwölf Jahren. Sie habe noch keine Funktion, ihre Errichtung sei vorausschauend aber sinnvoll gewesen. Künftig werde sie genutzt, um vom Parkplatz aus die Kreisstraße zu überqueren.

Geplant wird laut Patscha auf einem privaten Grundstück der Kirche, das die Stadt pachte, allerdings sei der Vertrag noch nicht abschließend verhandelt. "Die Finanzierung des Parkplatzes obliegt der Stadt", sagte er. Den Bebauungsplan erarbeite die Rathaus-Verwaltung, womit die Stadt die Kosten auch dafür übernehme.

Kosten von 330 000 Euro irritieren

Manfred Jordis (CDU) sprach die Investitionssumme von 330 000 Euro an, dies sei angesichts der Zahl von 46 Parkplätzen "sportlich". Jordis fragte: "Haben Sie sehr viel Puffer eingeplant oder wie kommt es dazu?" Wie Patscha erwiderte, sei der Betrag gut gerechnet, um keine Überraschungen zu erleben. Markus Philipp (FW/UWG) bestätigte die Dringlichkeit eines Parkplatzes für die Steinfurther Sporthalle. Die Parksituation bei Sportveranstaltungen sei katastrophal. Für Anwohner, anfahrende Sportler und Besucher wäre der Bau des Stellplatzes laut Philipp eine große Verbesserung.

Wie sein Fraktionskollege Sascha Pfeiffer ergänzte, handele es sich auch um eine Aufwertung des Ortseingangs. Dr. Matthias Müller und Dr. Martin Düvel (beide Grüne) sprachen ebenfalls die Kosten an. "Wir wissen, dass wegen der Corona-Pandemie die städtischen Finanzen leiden werden", bemängelte Müller die Höhe. Düvel fragte: "Kann man so was nicht auch preiswerter machen? Es gibt doch auch geschotterte Parkplätze, es muss doch keine Luxusausführung werden." Wie der Freie Wähler Pfeiffer erklärte, lohne sich die Investition, denn der Parkplatz werde in Nicht-Krisen-Zeiten täglich genutzt. "Jeden Tag wird von mittags bis abends trainiert. Wenn am Wochenende Veranstaltungen sind, reicht der Platz vermutlich gerade so aus."

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