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CDU-Politiker haben sich an der Frankfurter Landstraße versammelt. Sie kritisieren, dass dort Parkplätze und ein Fahrradschutzstreifen, jedoch kein Radweg, entstanden seien.

Parkplätze statt Radweg: CDU ist verwundert

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Bad Nauheim (pm). Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen an der Frankfurter Landstraße besteht für die CDU Bad Nauheim der Eindruck, dass diese nicht den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung entsprechen. Daher hat ihr Stadtverordneter Christian Trutwig eine Anfrage an den Magistrat gerichtet. Im Februar 2020 habe die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan »Auf dem Schützenrain« beschlossen, ist in einer Pressemitteilung der CDU Bad Nauheim zu lesen.

»Nach dessen Konzept sollen Stellplätze aus städtebaulichen Gründen nicht entlang der Frankfurter Landstraße angeordnet werden. Solche Stellplätze würden das Ortsbild negativ beeinflussen, auch gerade im Hinblick auf die relativ hohe Anzahl an Stellplätzen für gewerbliche Bauvorhaben.« Des Weiteren habe das Parlament im Oktober dem Antrag der Verwaltung auf die Genehmigung einer übergeordneten Ausgabe für Erschließung und Umgestaltung mit Ausbildung eines Geh- und Radweges auf der Ostseite der Frankfurter Landstraße in Höhe von 480 000 Euro zugestimmt, schreiben die Christdemokraten weiter.

Die CDU zeige sich verwundert, warum kein Geh- und Radweg und stattdessen Parkplätze und ein Radfahrschutzstreifen gebaut worden seien, obwohl dies so von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden sei.

»Unter den Anrainern des Gewerbegebietes in diesem Straßenabschnitt befinden sich zahlreiche Unternehmen mit Schwerlastverkehr, u.a. ein Entsorgungsbetrieb, der größte Ford-Händler Deutschlands, ein Betonhersteller, eine Spedition sowie weitere Kfz-Betriebe. Daher sieht die CDU den Schutz der Fahrradfahrer durch einen Radweg anstatt Fahrradschutzstreifen besser gewährleistet«, argumentiert die Bad Nauheimer CDU.

Derzeit gebe es zwischen Bad Nauheim und Friedberg Radwege nur an der Usa und seit einigen Jahren auch an der Friedberger Straße, jedoch nicht an der Homburger Straße und an der Frankfurter Landstraße. Ein Verzicht auf einen Radweg widerspreche ebenso auch dem Wunsch des überregionalen Ausbaus des Radwegenetzes.

Frage nach den 480 000 Euro

Die CDU weiter: »Überhaupt stellt sich die Frage, warum Parkplätze entlang der Frankfurter Landstraße angelegt sind, obwohl im Bebauungsplan keine solchen Parkplätze vorgesehen und beschlossen wurden.« Nach Ansicht der CDU stellt sich auch die Frage, wofür die 480 000 Euro für die Anlage des Geh- und Radweges im Oktober ausgegeben wurden.

»Unverständlich ist schließlich noch die durchgängige Errichtung der Bürgersteige, obwohl die Zufahrten zu den Grundstücken noch fehlen. Sollte dies nicht aufzuklären sein, dann wäre gegen Stadtparlamentsbeschlüsse verstoßen und öffentliche Gelder ohne Beschluss ausgegeben worden. Außerdem hat sich durch die abweichende Bauweise die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verschlechtert und ist wider die Interessen aller Parteien gehandelt worden.«

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