+
Silvia Gaffurini, die beste Seifenblasen-Artistin der Welt, wird beim 19. Internationalen Ovag-Varieté 2021 auftreten und danach noch eine Zusatzshow geben. FOTO: PM

Abschied der Artisten

18. Ovag-Varieté in Bad Nauheim beendet - Blick auf 2021 gerichtet

  • schließen

Das 18. Internationale Ovag-Varieté in Bad Nauheim ist zu Ende gegangen. Künstler und Veranstalter ziehen hier Bilanz. Außerdem gibt es einen Ausblick auf die nächste Auflage 2021.

Der letzte Vorhang des 18. Internationalen Ovag-Varietés im Dolce-Theater Bad Nauheim hat sich nach 49 ausverkauften Shows gesenkt. Die Veranstaltungen wurden von über 33 000 Besuchern begeistert gefeiert. Beim Finale hing ein Hauch von Wehmut über der Bühne, ja, bei so manchem der 45 Artisten flossen Tränen ob des Abschieds der Truppe, die sich nun in alle Himmelsrichtungen aufgelöst hat.

"Es war eine wunderschöne Zeit, die ich sehr genossen habe und die wie im Flug vergangen ist", sagte Moderatorin und Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum. "Es war mein erstes Engagement dieser Art, und ich bin der Ovag sehr dankbar, dass sie mir das Vertrauen für diese Aufgabe geschenkt hat. Jetzt heißt es erst mal einige Tage ausruhen."

Artistinnen aus China in Sorge

Und die anderen? Mystery-Zauberer Aaaron Crowe brach sofort auf zu den Proben für die gigantische Magie-Show "The Illusionists", die ihn zwei Jahre kreuz und quer durch Europa führen wird. Luftprinzessin Lea Hinz ist in den Flieger gestiegen, weil es für sie noch an diesem Wochenende in Las Vegas in der "Absinth"-Show im Caesars-Hotel weitergeht. Tempojongleur Mario Berousek aus Prag wiederum wird in Kürze seine Keulen im "Moulin Rouge" zum Tanzen bringen.

Mit etwas Sorge traten die chinesischen Artistinnen die Rückreise an. Die Akrobatinnen der tellerjonglierenden Yunnan-Troupe deckten sich vorher noch mit Schutzmasken ein, die in China offenbar Mangelware geworden sind. "Es wird verlangt, dass wir diese tragen, wenn wir zu Hause das Flugzeug verlassen", berichtete Trainerin Li. Yuan Yang, die die Besucher mit ihrer Kerzenbalance verzauberte, war ein wenig ratlos: "Meine Eltern haben mir gesagt, ich dürfe nach der Rückkehr in Xinjiang vierzehn Tage die Wohnung nicht verlassen." Wenn diese Art der Quarantäne beendet ist, wird sie sich wieder ihrer eigenen Tanzschule widmen, die sie mit ihrer Partnerin betreibt.

Das Resümee aus Sicht der Ovag fällt sehr positiv aus: "Ein voller Erfolg. So groß war die Begeisterung sowohl im Publikum, als auch unter den Künstlern selten. Gerade beim Finale sind alle Künstler ausgelassen regelrecht über die Bühne getobt", sagt Andreas Matlé von der Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Ausdruck der Zufriedenheit mit dem diesjährigen Programm ist nach seiner Auffassung aber auch eine neue Rekordzahl von bereits jetzt verkauften Eintrittskarten für das 19. Ovag-Varieté vom 11. Januar bis 7. Februar 2021: Sage und schreibe 20 000 Tickets sind verkauft. Matlé: "Das ist ein ungeheurer Vertrauensbeweis und zugleich Verpflichtung für uns, abermals die besten Artisten der Welt zu verpflichten."

Für 2021 besondere Zusatzshow geplant

Eine Neuigkeit für das nächste Jahr gibt es schon: Erstmals wird es nach den Varieté-Veranstaltungen eine besondere Zusatzshow im Jugendstiltheater geben - der Titel: "Traumwelten". Während des Varietés nämlich kann Silvia Gaffurini aus Miami Beach, die "Königin der Seifenblasenkunst", nur zehn Minuten ihrer eigentlichen Solo-Show zeigen.

Am 9. Februar 2021 präsentiert die derzeit wohl weltbeste Künstlerin dieses Genres ihr einstündiges Programm, das die Besucher in eine märchenhafte Welt entführen wird. Für die "Traumwelten" hat sich die gebürtige Italienerin Freunde auf die Bühne eingeladen, die dort ihre ganz eigenen Träume zaubern werden: Schattenmaler Hans Davis (Belgien), Licht- und Sandmalerin Lina Lii (Kiew), den Show-Piloten David Golla (Deutschland) und den Schweizer Chris Gobet, der in den Varieté-Himmel klettern wird… Auch für diese Sonder-Show gibt es schon Eintrittskarten (Tel. 0 60 31/68 48 11 13 und unter www.adticket.de).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare