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Die Spendensäule füllt sich dank freudiger Geber und des großen Einsatzes der Mitglieder im Orgelbaukreis (hier nicht vollständig; vorne v. l.): Hanna von Prosch, Kantor Frank Scheffler und Vorsitzender Dr. Volker Gräfe, dahinter (v. l.) Dr. Karen Heppe, Gabriele Rückert und Prof. Hans Rückert. FOTO: BF

Orgel-Projekt auf der Zielgeraden

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Bad Nauheim(hms). Gut zwei Jahre sind vergangen, seit mit dem ersten Benefizkonzert die Spendenkampagne für die neue Orgel in der Dankeskirche gestartet ist. Wohl gehofft, aber kaum erwartet hatten der Kirchenvorstand und der damals noch junge Orgelbaukreis, dass in dieser Zeit das wichtigste Zwischenziel erreicht werden könnte: 325 000 Euro Spendenaufkommen. Jetzt fehlen nur noch rund 25 000 Euro und ein entscheidender Projektschritt kann getan werden.

Dieser Grundstock, rund die Hälfte der veranschlagten Summe, ist nötig, um den Antrag zum Bau des Instruments bei der Kirchenverwaltung genehmigen zu lassen. Dann wird das Projekt unter den infrage kommenden Orgelbaufirmen ausgeschrieben. "Wir müssen sehen, dass wir bald zum Zuge kommen, denn die renommierten deutschen Orgelbauer, die unsere Vorstellungen optisch wie klanglich umsetzen können, sind auf drei bis vier Jahre ausgebucht. Und die Kosten werden nicht günstiger", sagt Kantor Frank Scheffler.

Großteil des Geldes von Privatspendern

Die Vorarbeit hat er schon lange geleistet - mit Planungsgesprächen und Begehungen der Fachleute. Bei vielen Fahrten zu vergleichbaren Orgeln unterschiedlicher Orgelbauer hat sich ein Klangkonzept herauskristallisiert, das es nun in der optischen und technischen Machbarkeit umzusetzen gilt. Dazu wird es, sobald die Genehmigung aus Darmstadt vorliegt, eine öffentliche Informationsveranstaltung geben.

"Bis jetzt ist der Großteil der Spenden aus privater Hand gekommen, durch Pfeifen- und Registerpatenschaften, Nachlässe, Geburtstags- und Trauerspenden, eine private Großspende sowie eine Sammelaktion der Rotarier. Für diese Gaben sind wir ganz besonders dankbar, denn sie zeigen, dass die Klangquelle in der Dankeskirche der Bad Nauheimer Bevölkerung viel wert ist", sagt Dr. Volker Gräfe, Vorsitzender des Orgelbaukreises. Die hochkarätigen Benefizkonzerte, bei denen statt Eintritt um Spenden gebeten wird, sind ein unverzichtbarer Beitrag. Außerdem hat sich die Ovag mit 5000 Euro beteiligt, der Verein Wirtschaft für Bad Nauheim war 2019 mit 750 Euro dabei, und der Freundeskreis Evangelische Kirchenmusik hat bisher 10 000 Euro beigesteuert. Dazukommen die Spenden aus dem Verkauf der Orgelprodukte durch das Engagement der Partner Weinhandel Fertsch, Confiserie Odenkirchen und Rockenbäcker, der sich aber seit Februar nicht mehr beteiligt.

Stifterbuch macht Einsatz sichtbar

"Es wäre schön, wenn sich auch hier ansässige Unternehmen mit diesem für Bad Nauheim wichtigen Kulturengagement solidarisch zeigen würden", wünschen sich Gräfe und Scheffler.

Um den kleinen und großen Spenden einen Namen zu geben und das Engagement in der Dankeskirche seit ihrem Bau 1905 sichtbar zu machen, liegt jetzt ein Stifterbuch aus. Damals hatte Theodora Konitzky die Orgel in "bester Qualität und modernster Ausführung" gestiftet - Großherzog Ernst Ludwig musste mit der Kanzel vorliebnehmen. Hubertus v. Prosch hat aus den Archiven Stifter und Fotos zusammengetragen und aktualisiert den Namensbereich jährlich. Viele Geber und Geberinnen möchten allerdings ungenannt bleiben. Die Datenschutzrichtlinien erlauben es auch nicht, ohne schriftliche Genehmigung Namen zu veröffentlichen. Wer in das Stifterbuch oder auf die Homepage als Spender oder Pfeifenpate aufgenommen werden möchte, kann dies formlos schriftlich der Kirchengemeinde mitteilen oder den Vordruck unter www.orgel-dankeskirche.de verwenden.

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