Die Orgel hautnah erleben

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Klein gegen Groß: So sieht es aus, wenn Fünftklässler sich an und in die große Orgel der Dankeskirche begeben. Sie bekommen aber nicht nur eine Führung, sondern lernen das gewaltige Instrument in- und auswendig kennen, hören Orgelmusik, dokumentieren die Besonderheiten "ihrer" Orgel wie das Fernwerk in Wort, Bild und Ton und verarbeiten somit jede Menge lebendigen Unterrichtsstoff. Sie sind die Bad Nauheimer Königskinder, denn so heißt das Projekt der Waldkircher Orgelstiftung. Kantor Frank Scheffler und Musikpädagoge Andreas Ziegler begleiten sie bei dem spannenden Erlebnis.

Klein gegen Groß: So sieht es aus, wenn Fünftklässler sich an und in die große Orgel der Dankeskirche begeben. Sie bekommen aber nicht nur eine Führung, sondern lernen das gewaltige Instrument in- und auswendig kennen, hören Orgelmusik, dokumentieren die Besonderheiten "ihrer" Orgel wie das Fernwerk in Wort, Bild und Ton und verarbeiten somit jede Menge lebendigen Unterrichtsstoff. Sie sind die Bad Nauheimer Königskinder, denn so heißt das Projekt der Waldkircher Orgelstiftung. Kantor Frank Scheffler und Musikpädagoge Andreas Ziegler begleiten sie bei dem spannenden Erlebnis.

Seit Herbst vergangenen Jahres ist die große Orgel in der Dankeskirche als Standort der Deutschen Orgelstraße gelistet. Besonders im Hinblick auf den Neubau der Orgel ist das Netzwerk aus Orgelbauern, Orgelsachverständigen, Organisten und Musikinstitutionen hilfreich. Für die 28 musikbegeisterten Schüler der Ernst-Ludwig-Schule ist es ein besonderes, wahrscheinlich einmaliges Erlebnis, über Jahre hinweg den Entstehungsprozess eines neuen Instruments mitzuverfolgen. "Wir haben bewusst diese Klasse ausgesucht, denn fast alle spielen ein Instrument. So können wir ihnen eine Besonderheit bieten, während die Parallelklasse in die Orchesterarbeit hineinwächst. Außerdem können wir auf dieser Basis über ihre ganze Schulzeit hinweg den Stoff vertiefen", erklärt Ziegler, Fachsprecher Musik an der musikorientierten ELS.

Es geht nur um die Musik

Für ihn und Scheffler ist es eine riesige Chance, Kinder mit dem Weltkulturerbe Deutscher Orgelbau und Orgelspiel in Kontakt zu bringen und den Funken überspringen zu lassen, der für immer in ihnen die Leidenschaft der Musik entfachen soll. "Für uns als Kirchenmusiker ist die Musikvermittlung eine Schlüsselaufgabe", sagt Scheffler, "denn wir müssen uns sowohl um die Zukunft der Ausführenden als auch des Publikums kümmern." Und die Schulen haben den Auftrag, den Weg nach außen in das Lebensumfeld der Kinder zu suchen. Es gehe dabei nicht um Religion, sondern rein um die Musik, betonen beide.

So werden noch vor Ostern die ersten Begegnungen zwischen der Königin und den Königskindern stattfinden. Was sie hören und lernen, dokumentieren sie. Ihr Orgel-Porträt wird dann im Schaukasten der Dankeskirche aufgehängt, auf der Internetseite der Deutschen Orgelstraße unter www.deutsche-orgelstrasse.de beziehungsweise www.koenigskinder.online und unter www.orgel-dankeskirche.de veröffentlicht.

Als Unterrichtsmaterial steht ein Orgelkoffer zur Verfügung unter anderem mit Orgelbaumaterial, einer Holzpfeife, CD, Film und Buch. "Wer schon Klavier spielt, darf sich auch auf die Orgelbank setzen und wird staunen, wie der Klang den ganzen Kirchenraum erfüllt," freut sich Scheffler. Ob und wie intensiv die Kinder die Orgel für sich entdecken, bleibe offen, meint Ziegler, der, selbst Kirchenmusiker, begeistert an die Sache herangeht: "Es ist etwas anderes, ob ich im Unterricht eine CD auflege oder ob sie selbst etwas Lebendiges erleben." Jedenfalls fühlen sich die Schülerinnen und Schüler der 5b geehrt, dass sie Königskinder sein dürfen, sagen sie. Und vielleicht wünschen sich dann auch die einen oder anderen, selbst Pfeifenpaten für die neue Orgel zu sein. "Eine Pfeifenpatenschaft gibt es ja schon ab 25 Euro", merkt Scheffler an, der sich über jede Unterstützung freut.

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