»NSU-Monologe« heute online

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Bad Nauheim/Wetteraukreis (pm). Vor einem Jahr, am 19. Februar 2020, starben in Hanau durch einen rechtsextremistischen Anschlag zehn Menschen. Zurück bleiben Familie und Freunde sowie viele Fragen über das Warum. Zwischen den Aussagen von Angehörigen und den Reaktionen von Rechtssystem, Politikern und Medien finden sich viele Parallelen. Um genau an diesem Datum die Stimmen der Angehörigen in den Mittelpunkt zu rücken, führt die »Bühne für Menschenrechte« am heutigen Freitag, um 19.

30 Uhr das dokumentarische Theaterstück »NSU-Monologe« virtuell auf. Es wird als Livestream kostenlos unter juka-ev.de/nsu-monologe zu sehen sein. Veranstalter sind JUKA e. V., der Ausländerbeirat und der Jugendbeirat der Stadt Bad Nauheim und das städtische Kinder- und Jugendhaus Alte Feuerwache.

Das dokumentarische Theaterstück ist entstanden aus Interviews mit den Angehörigen von Opfern des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Sie erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien - von Elif Kubasik, Adile Simsek und Ismail Yozgat. Von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern, und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Im Anschluss findet ein Expertengespräch statt. Fragen dafür können schon im Verlauf der Aufführung an die Veranstalter gesendet werden. Während des Gesprächs steht auch ein Chat zur Verfügung.

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