Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter des Diakoniewerks Elisabethhaus, Sonja Nowak (M.) und Jessy Echzeller freuen sich über den Neustart. FOTO: PM
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Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter des Diakoniewerks Elisabethhaus, Sonja Nowak (M.) und Jessy Echzeller freuen sich über den Neustart. FOTO: PM

Neustart im zweiten Versuch

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Jessy Echzeller kann sich noch gut an den 6. Januar 2020 erinnern. Es war der Tag, an dem die Tagespflege Sodenschmiede im Bad Nauheimer Alten- und Pflegeheim Diakoniewerk Elisabethhaus offiziell ihre Pforten öffnete. Zahlreiche Besucher strömten in die frisch sanierten und renovierten Räume, plauderten mit dem Personal und meldeten sich für einen der 18 Plätze an.

Sonja Nowak neue Leiterin

Echzeller war zu diesem Zeitpunkt Pflegedienstleiterin. Seit den ersten Planungen war sie mit an Bord, steckte viel Herzblut in den Aufbau der Tagespflege. Doch dann kam die Corona-Krise, und die Tagespflege musste schließen. Ein herber Rückschlag. Nun, gut sechs Monate später, stehen die Zeichen auf Neuanfang. Echzeller übergab die Pflegedienstleitung, arbeitet nun ihrem Wunsch entsprechend als Wohnbereichsleiterin im Elisabethhaus.

Sonja Nowak ist die "Neue". Obwohl das nicht ganz stimmt. Bereits von 2006 bis 2008 arbeitete sie für das Diakoniewerk, ebenfalls als Wohnbereichsleiterin im Elisabethhaus. Tagespflege ist ihr Steckenpferd. In den vergangenen zwölf Jahren baute sie an der Ostsee eine auf und war in Frankfurt für eine Tagespflege tätig. "Wir melden uns nach dem Lockdown und einem überarbeiteten Hygienekonzept zurück, das vom Gesundheitsamt abgenommen wurde. So tragen alle Mitarbeitenden zu jeder Zeit eine Maske und achten stets auf den Abstand. Ebenso sind unsere Gäste dazu angehalten, deren Anzahl von 18 auf 11 reduziert wurde. Und auch in unseren Bussen, mit denen wir die Gäste abholen, dürfen nur vier gleichzeitig mitfahren", sagt Nowak. Bei einer Neuaufnahme muss ein negatives Testergebnis vorliegen. Dies gilt auch für Gäste, die längere Zeit nicht in der Tagespflege gewesen sind. Zudem fänden Gruppenaktivitäten nur statt, wenn die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln gewährleistet sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Diakoniewerks. "Mir ist bewusst, dass dies natürlich eine große Einschränkung darstellt. Zu denken, dass man dann auch nicht in die Tagespflege kommen muss, ist meiner Meinung nach aber der falsche Weg. Auch in Hinsicht auf die verständliche Angst vor einer Ansteckung. Gerade hier bei uns können die Gäste in sozialen Kontakt mit anderen treten. Oft ist dies sogar die einzige Möglichkeit am Tag, und die sollte in dieser Zeit, die oft von sozialer Isolation geprägt ist, genutzt werden", sagt Nowak. Den Blick in die Zukunft gerichtet, wünscht sie sich eine Normalisierung der Dinge für ihre Gäste und Mitarbeiter. "Ich habe ein tolles Team, das gemeinsam mit mir das Hygienekonzept ausgearbeitet hat und mit großer Leidenschaft hier tätig ist. Und wenn alles vorbei ist, werden wir erst mal ordentlich feiern."

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