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Die Kinder werden nett begrüßt und können in der Kita ganz verschiedenen Interessen nachgehen. Aktuell werden 110 Kinder in der Kita betreut.

Neugier wecken, Geborgenheit geben

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Bad Nauheim (pm). Die Kita »An der Christuskirche« in Nieder-Mörlen hat neulich Schlagzeilen gemacht, weil sie wegen eines Corona-Falls komplett geschlossen werden musste. Seit dem 17. September ist die Einrichtung wieder geöffnet. Und sie hat viel zu bieten. Das ev. Dekanat Wetterau als Träger stellt die Kita vor, die unter anderem über eine Bau- und eine Mathematikecke verfügt.

Außerdem gibt es fleißige Gartenzwerge.

Im Eingangsbereich der ev. Kita »An der Christuskirche« in Nieder-Mörlen ist der Leitgedanke von Astrid Lindgren als großes Wandbild zu lesen: »Kinder sollen spielen. Wenn man genügend spielt, so lange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann«, heißt es dort unter anderem. In allen Bereichen der Kindertagesstätte finden sich Orte, aus denen die Kinder auch später als Erwachsene noch schöpfen können.

Die Kita in Nachbarschaft zur Christuskirche wurde 1997 eröffnet. In insgesamt fünf Gruppen werden 110 Kinder betreut. »Wir möchten für Kinder wie Eltern eine Atmosphäre schaffen, die von Wärme, Geborgenheit, Verständnis, Respekt und Vertrauen getragen wird. Wir legen viel Wert auf einen liebevollen und familiären Umgang«, sagt Kita-Leiterin Evelin Langensiepen.

Kind übernimmt die Moderation

Neben einem großen Garten ist die Kita mit verschiedenen Lernecken ausgestattet. In der Schreibwerkstatt liegen Stifte, Buchstaben-Stempel und Papier. Im Handarbeitsraum gibt es Nadel und Faden, zum Sticken, Stricken, Nähen oder Weben. In der Rollenspielecke schlüpfen Kinder in Prinzessinnenkleider und Piratenkostüme. Auch eine Mathematikecke, eine Bauecke, eine Wasserwerkstatt bzw. Wassertische, eine Holzwerkstatt, eine Experimentierwerkstatt, eine Bewegungsbaustelle, eine Bücherei und eine Ecke für Gesellschaftsspiele sind in den Gruppenräumen zu finden. »Die Lernecken wecken die Neugier der Kinder und lassen sie staunen. Im Spiel verwirklichen sie eigene Vorstellungen und Ideen«, sagt Langensiepen. Jedes Kind kann in der Freispielzeit seinen Interessen nachgehen.

»Wir möchten alle Kinder mit ihren Familien in ihrer Vielfältigkeit und mit multikulturellen Hintergründen begleiten und einbinden«, betont Langensiepen. In der evangelischen Kita liegt ein Schwerpunkt auf dem gemeinsamen Erleben des Kirchenjahres mit seinen Festen und Feiertagen in enger Zusammenarbeit mit Pfarrerin Heike Thilo. »Hierzu sind alle Familien herzlich eingeladen!«

Die Kinder werden an der Gestaltung des Alltags beteiligt. »Zum Dienstagstreff finden sich einmal in der Woche alle Kinder und Erzieher/innen zusammen. Die Moderation übernimmt ein Kind, mit Unterstützung durch einen Erwachsenen. Bei diesem Treffen werden aktuelle Themen besprochen, Vorhaben diskutiert, Neuigkeiten ausgetauscht, Kindergartenregeln beschlossen, Gefühle und Bedürfnisse erzählt«, sagt Langensiepen.

Die Gartenzwerge treffen sich je nach Jahreszeit einmal pro Woche und schaffen im Kita-Garten und im benachbarten Pfarrgarten Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder säen und ernten Gemüse und Früchte. »Zwei Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die zur Vielfalt der pädagogischen Arbeit und der Vernetzung in der Gemeinde beitragen, besuchen uns regelmäßig, backen, spielen und lesen vor«, ergänzt Langensiepen. Ein besonderes Highlight ist für viele Kinder die Teilnahme am Kinderchor, der von einer Mitarbeiterin mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Kinderchorleiterin angeboten wird.

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