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Reiner Guse (r.) und Traugott Arens geben den Startschuss für die Renovierungsarbeiten.

Neuanfang an alter Stelle

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Bad Nauheim (pm). Die Räume in der Rittershausstraße 10, in der die Nachbarschaftshilfe Bad Nauheim seit 2004 ihr Büro gehabt hatte, wurden ihr wegen Eigentümerwechsels zum 30. Juni durch den Wetteraukreis gekündigt. Mit großer Unterstützung seitens der Stadt Bad Nauheim habe der Verein nach geeigneten Räumen gesucht, als der neue Eigentümer letztlich doch auf den Verein zugekommen sei und ein Mietangebot unterbreitet habe, schreibt die Nachbarschaftshilfe in einer Pressemitteilung.

Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt und dem Entgegenkommen des neuen Eigentümers werde es nun möglich, die Räume wieder anzumieten. »Damit ist gesichert, dass es künftig wieder eine feste Anlaufstelle für die Mitglieder des Vereins und Bürger/innen Bad Nauheims an gewohnter Adresse gibt«, heißt es weiter.

Auch Schulungen in den Räumen

»Nach dem ersten Jahr Corona hat uns die Kündigung besonders hart getroffen. Für die vielfache Unterstützung aus den Fraktionen sowie der Stadt Bad Nauheim für eine Lösungssuche sind wir sehr dankbar«, äußert sich der kommissarische Vorsitzende Traugott Arens. Seit 2015 musste die Nachbarschaftshilfe aufgrund der Flüchtlingssituation erhebliche Einschränkungen in ihrer Arbeit hinnehmen. »Jetzt haben wir jedoch die Möglichkeit, unser Konzept wieder zu realisieren und zu erweitern, doch dazu bedarf es einiger Investitionen, die unser Budget übersteigen.« Neben zwei Büroräumen entsteht ein Meeting- und Seminarraum für bis zu 24 Personen mit moderner Präsentationstechnik und Teeküche. Dieser wird auch anderen Vereinen, Selbsthilfegruppen oder beispielsweise auch für Eigentümerversammlungen zur Verfügung gestellt. Zunächst allerdings müssen die Räume renoviert und ein neuer Fußboden verlegt werden. Auch die Beschaffung von neuem Mobiliar ist nötig, da die alte Einrichtung kein Eigentum der Nachbarschaftshilfe gewesen ist. In den vergangenen anderthalb Jahren hat die Nachbarschaftshilfe ihre Tätigkeitsfeld mit Alltagsbetreuung und Haushaltshilfen erweitert. »Wir wollen damit Menschen helfen, die sonst keine oder nur sehr schwer regelmäßige Hilfe bekommen. Auf der anderen Seite unterstützen wir damit aber auch die Betreuer/innen, denen wir die Möglichkeit geben, ihr monatliches Budget über eine flexible Mitarbeit aufzustocken. Die Aufwandsentschädigung, die sich über dem Mindestlohn bewegt, ist gerade für Alleinerziehende oder Senioren, die ihre Rente aufbessern möchten, eine gute finanzielle Unterstützung«, erläutert Arens.

Künftig sollen die Schulungen und Supervisionen für die steigende Zahl an Betreuern und Helfern in den Räumen der Nachbarschaftshilfe stattfinden, ebenso die Vorstands- und Serviceteam-Sitzungen und Projektmeetings.

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