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Zurzeit sind viele Igel einfach platt. Grund ist Nahrungsmangel.

Unterernährte Tiere

"Igelvadder" Otto Luzius braucht dringend Hilfe

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Durch die anhaltende Trockenheit geht vielen Igeln die Nahrung aus. Um die unterernährten Tiere am Leben erhalten zu können, braucht "Igelvadder" Otto Luzius aus Bad Nauheim dringend Hilfe.

Früher war "Igelvadder" Otto Luzius, der seine Betreuungsstation am Goldstein unterhält, vorwiegend im Winter gefragt. In der kalten Jahreszeit werden viele Tiere bei ihm abgegeben, die zu wenig Fettreserven haben und deshalb nicht überlebensfähig sind.

Spätestens seit 2018 ist der Igel-Freund das ganze Jahr über gefordert, denn durch die anhaltende Trockenheit haben sich die Lebensbedingungen für die kleinen Stacheltiere entscheidend verschlechtert. "Zurzeit betreiben wir in Bad Nauheim, Friedberg und Ober-Mörlen mehrere Futterstationen. Das verursacht pro Tag Kosten von gut 20 Euro. Meine Kasse ist fast leer", sagt der "Igelvadder" und hofft auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

"Igelvadder" Otto Luzius braucht Hilfe: Hauptnahrungsquelle versiegt

Der ausbleibende Regen macht der gesamten Natur zu schaffen. Durch die Trockenheit gibt es weniger Bodeninsekten wie Käfer und weniger Schnecken. Beide Arten gehören zu den Hauptnahrungsquellen der Igel. "Die Leute finden immer wieder Tiere, die halb oder fast ganz verhungert sind. Sie liegen auf der Seite in den Gärten", berichtet Luzius. Diese Igel werden zu ihm gebracht und nach Möglichkeit wieder aufgepäppelt. In seiner Station und an den Futterstellen fallen nicht nur enorme Kosten für Nass- und Trockenfutter an, unterernährte Tiere sind auch meist von Ungeziefer befallen oder krank. Hinzukommen für den "Igelvadder" hohe Ausgaben für Medikamente.

Zurzeit nimmt die Situation fast dramatische Züge an, weil die Igel in der Paarungszeit und ständig unterwegs sind. Entsprechend ist der Energiebedarf, vor allem bei den Männchen. Außerdem queren die Tiere öfter Straßen, viele werden überfahren. Luzius verteilt aktuell an den Futterstellen täglich etwa zwölf Dosen Futter, zusätzlich Trockenfutter. Am nächsten Tag sind die Näpfe geleert. Helfen können auch Gartenbesitzer. "Den Tieren sollte in jedem Garten Trinkwasser hingestellt werden. Das hilft auch den Vögeln", sagt der "Igelvadder". Auch Katzenfutter kann Igeln angeboten werden. Für seine Station hofft Luzius vor allem auf Geldspenden, um die ehrenamtliche Arbeit auch in Zukunft finanzieren zu können.

Zu erreichen ist Otto Luzius am Igel-Nottelefon unter der Nummer 0176/54 87 29 47 oder per E-Mail (otto.luzius@gmx.de). Das Spendenkonto: Otto Luzius, Stichwort "Igelhilfe", Volksbank Mittelhessen, IBAN DE72 5139 0000 0090 1465 05.

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