Macht einen Karrieresprung: Peter Drausnigg wird technischer Geschäftsführer der Stuttgarter Stadtwerke. FOTO: PM
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Macht einen Karrieresprung: Peter Drausnigg wird technischer Geschäftsführer der Stuttgarter Stadtwerke. FOTO: PM

Neuer Job

Bad Nauheimer Stadtwerke-Chef macht Karrieresprung

  • vonred Redaktion
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Erst im Sommer hatte man seinen Vertrag bis 2026 verlängert - doch nun verlässt Stadtwerke-Chef Peter Drausnigg Bad Nauheim bereits im Frühjahr.

Der 56-Jährige macht einen großen Karrieresprung und wird technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.

Fast fünf Jahre habe Drausnigg als Geschäftsführer der Stadtwerke Enormes für Bad Nauheim bewegt, lobt Bürgermeister Klaus Kreß in einer Pressemitteilung. Auch als Aufsichtsratsvorsitzender der örtlichen Stadtwerke bedaure er die Entscheidung.

Drausnigg hatte die Stadt am Donnerstag offiziell über seinen Wechsel in die baden-württembergische Landeshauptstadt informiert. "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", räumt der 56-jährige Ingenieur ein. Als technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart stünden für ihn Aufgaben an, für die sein Wirken in Bad Nauheim "quasi das Vorbild im Kleinen" gewesen seien. Das weinende Auge betreffe die Kurstadt, in der er eine neue Heimat gefunden habe. Deshalb behalte er seinen Wohnsitz in Bad Nauheim auch bei.

"Peter Drausnigg hat hier nicht nur wegweisende Projekte auf den Weg gebracht - er hat die Energiewende als auch die Digitalisierung für uns greifbar und erlebbar gemacht", würdigt Kreß das "dynamische Wirken" Drausniggs in den vergangenen Jahren. In Anbetracht der Verdienste des Stadtwerke-Chefs komme er dessen Wunsch nach einer Vertragsauflösung für einen beruflichen Wechsel gerne nach - wenn auch schweren Herzens.

Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur oder die bundesweit beachtete Kalte-Nahwärme-Versorgung für das Baugebiet Bad Nauheim Süd, das "größte Erdwärmekollektorfeld Deutschlands", sind nur zwei der Projekte gewesen, die Drausnigg hier angestoßen hat. Die Idee, ganzheitliche Versorgungslösungen über die reine Energielieferung anzubieten, habe das Portfolio der Stadtwerke bereichert, lobt Kreß. Leistungen, die auch für den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens immens wichtig gewesen seien.

Suche nach Nachfolger läuft

Mit Mobilitätsangeboten wie dem E-Car-Sharing und öffentlich verfügbarem WLAN habe Drausnigg die Weichen für die "Energiewelt der Zukunft in der Kurstadt" gestellt. lobt Kreß. Ebenfalls im Aufbau sei ein flächendeckendes Funknetz mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Im Zusammenspiel mit Glasfaser würden so ultraschnelle Datenübertragung möglich; etwa zur Echtzeit-Übertragung von Verbrauchs- und Erzeugungs- oder Verkehrsinformationen. "Die Voraussetzungen für Energie- und Mobilitätskonzepte von morgen."

Drausnigg wird im Laufe des März ausscheiden. Er folgt in Stuttgart auf Olaf Kieser, der zum Kassler Regionalversorger EAM wechselt.

"Ihr Nachfolger wird ein gut bestelltes Feld vorfinden", unterstreicht Kreß. Die Suche laufe bereits mit Hochdruck, denn dem Aufsichtsrat liege an einem geregelten Übergang, um den eingeschlagenen Weg auch zukünftig so erfolgreich weiter zu beschreiten.

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