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Kein Kleingeld dabei? Ab sofort kann man Parkscheine in Bad Nauheim auch über das Mobiltelefon bezahlen.

Ohne Bargeld

In Bad Nauheim kann man Parktickets nun mit dem Handy ziehen - Vor- und Nachteile

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Ab sofort können Autofahrer in Bad Nauheim ihre Parkgebühren auch per Mobiltelefon zahlen. Wer kein Parkticket mit Bargeld ziehen möchte, holt es sich künftig per App, Anruf oder SMS.

Auf vielen Parkscheinautomaten sind schon die Aufkleber, auf denen beschrieben ist, wie das Handy-Parken funktioniert. Der neue Service wird auf allen öffentlichen Parkflächen in Bad Nauheim einschließlich des großen Parkplatzes in der Frankfurter Straße und des Parkdecks in der Schwalheimer Straße angeboten. Ausgenommen sind bisher noch das Parkdeck am Sprudelhof und die Parkhäuser.

Bad Nauheim kooperiert hierbei mit "smartparking", einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Als Handy-Parken-Anbieter stünden "EasyPark", "ParkNow", "Park and Joy", "moBiLET", "Yellowbrick/flowbird" und "travipay" zur Auswahl, heißt es in der Pressemitteilung des Stadt. "Wir wollen das Parken in unserer Stadt einfacher gestalten und gleichzeitig einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Zukunft gehen", sagt Bürgermeister Klaus Kreß. Das Handy-Parken sei besonders für Bürger und Gäste vorteilhaft, die regelmäßig im Stadtgebiet kostenpflichtige Parkplätze in Anspruch nehmen.

Hipos bekommen Infos in Echtzeit

"Wenn man beispielsweise länger beim Arzt warten muss oder in einer Besprechung festsitzt, kann man ganz einfach die Parkzeit verlängern, ohne einen Strafzettel zu riskieren", erklärt Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Peter Krank. Wichtig sei ihm bei der Umstellung gewesen, dass den Mitarbeitern der städtischen Ordnungspolizei kein unverhältnismäßiger Mehraufwand entsteht.

Knöllchen werden wie gewohnt geschrieben. Die "Hipos" bekommen durch die Verknüpfung mit den Schnittstellen der Handy-Parken-Anbieter auf dem Erfassungsgerät in Echtzeit Meldungen über per App gelöste Parkscheine angezeigt. "Das neue System ist für beide Seiten - Bürger und Mitarbeiter - einfach", resümiert Krank.

Und ein weiterer Vorteil: "Keine unangenehme Überraschung mehr, wenn man das Knöllchen unter den Scheibenwischern entdeckt", sagt Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter für Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Handy-Ticket-Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis und in der Technik. Die meisten setzen dabei auf kostenfreie Apps, bei einigen ist keine Registrierung erforderlich.

So funktioniert es: Den Parkvorgang startet der Autofahrer per App, Anruf oder auch per SMS. Seine Parkzeit kann er nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Doch Vorsicht: Für den Service addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr. Ob ein Fahrzeug ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System abgleichen. 

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