Nächster Meilenstein im Blick

  • vonCorinna Weigelt
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Schimmelbefall, zu eng verbaut, Dauertöne, schlecht stimmbar und hörbare Lücken – geht es um die historische Walcker-Orgel der Dankeskirche, ist die Mängelliste lang. Nur ein Orgelneubau löst langfristig und nachhaltig die musikalischen und technischen Probleme, die Kosten hierfür betragen 650 000 Euro. Im Dezember 2017 gründete sich daher der Orgelbaukreis, der mit einer Kampagne startete, muss die Hälfte der benötigen Summe durch Spenden, Sponsoren und Benefizveranstaltungen in die Kasse fließen. Dass der Orgelbaukreis mit seinem Vorhaben auf einem guten Weg ist, zeigte sich bei der jüngsten Info-Veranstaltung im Gemeindezentrum der Wilhelmskirche, erläuterten der Vorsitzende des Orgelbaukreises, Dr. Volker Gräfe und Kantor Frank Scheffler hier detailliert den aktuellen Stand der Kampagne.

Schimmelbefall, zu eng verbaut, Dauertöne, schlecht stimmbar und hörbare Lücken – geht es um die historische Walcker-Orgel der Dankeskirche, ist die Mängelliste lang. Nur ein Orgelneubau löst langfristig und nachhaltig die musikalischen und technischen Probleme, die Kosten hierfür betragen 650 000 Euro. Im Dezember 2017 gründete sich daher der Orgelbaukreis, der mit einer Kampagne startete, muss die Hälfte der benötigen Summe durch Spenden, Sponsoren und Benefizveranstaltungen in die Kasse fließen. Dass der Orgelbaukreis mit seinem Vorhaben auf einem guten Weg ist, zeigte sich bei der jüngsten Info-Veranstaltung im Gemeindezentrum der Wilhelmskirche, erläuterten der Vorsitzende des Orgelbaukreises, Dr. Volker Gräfe und Kantor Frank Scheffler hier detailliert den aktuellen Stand der Kampagne.

200 000 Euro sind bereits eingegangen. Der erste Meilenstein, 100 000 Euro, sei Mitte 2018 erreicht worden. Auf diesen Erfolg möchte sich der Orgelbaukreis aber nicht ausruhen. "Es muss schließlich weitergehen, den nächsten Meilenstein haben wir vor Augen", sagt Gräfe. Besonders erfreut sei man, dass unter den Spendern auch viele Kurgäste und Auswärtige sind. "Die Orgel berührt viele, nicht nur Bad Nauheimer." Erreiche man den zweiten Meilenstein, nämlich die benötigte Spendensumme von 325 000 Euro, könne bei der Landeskirche EKHN einen Antrag auf Genehmigung zum Bau einer neuen Orgel gestellt werden. Nach Einholung dreier Angebote von Orgelbauern, werde dann seitens des Orgelsachverständigen der EKHN eine Empfehlung ausgesprochen. Hier werde auch der Kirchenvorstand bei der Entscheidung eingebunden. Dass das große Ziel, 2025 ein Eröffnungskonzert mit einer neuen Orgel anzustimmen, in greifbarer Nähe rückt, zeigt der Blick auf das Engagement des Orgelbaukreises. Monatliche Sitzungen und Zusatztreffen, viele Arbeitsstunden haben die Ehrenamtlichen bislang investiert, um das Orgelbauprojekt auf den Weg zu bringen. 20 Orgelführungen hat Kantor Scheffler bereits durchgeführt. Diese werden weiterhin einmal im Monat angeboten. Fortgesetzt werden auch die Benefizkonzerte. Hier ist der Blick bereits bis ins Jahr 2020 gerichtet. "Da freuen wir uns auf das Verdi-Requiem mit dem Deutschen Ärztechor und Ärzteorchester im Jugendstiltheater", kündigt Gräfe an.

Gute Gründe für Neubau

70 000 Euro sind bislang dank Patenschaften erzielt worden, vier Registerpatenschaften und 70 Pfeifenpatenschaften. "Die beliebtesten Kategorien 50, 100 und 1000 Euro." Auch hier freut sich der Orgelbaukreis auf weitere Paten und Spenden. Längst sind zum Projekt auch Orgelprodukte erhältlich, Rot- und Weißwein vom Weingut Trenz (Partner Weinhandel Fertsch), Pralinen aus dem Hause Odenkirchen und das Orgelbrot (Rockenbäcker).

Kantor Frank Scheffler nutzte die Gelegenheit, um nochmals zu erläutern, warum ein Neubau klanglich, optisch und auch wirtschaftlich langfristig die beste Lösung ist. Erleichtert dieser nicht nur die Finanzierung, könne man von einer neuen Orgel Nachhaltigkeit (mechanische Schleiflade, elektrische Registertraktur) erwarten. Mit geplanten 30 Registern sei ein Ausbau auf bis zu 50 Registern möglich. Ein Neubau habe zudem den Vorteil, dass dieser optisch und klanglich optimal auf die Räumlichkeiten und das Fernwerk abgestimmt werden kann. Eine Maßschneiderung für die Dankeskirche. "Unser Ziel ist es, dass die Orgel so aussieht, als habe sie immer dort gestanden", sagt Scheffler. Die neue Orgel müsse in leichter Optik zum Innenraum passen und ihn mitgestalten, ohne ihn zu dominieren. Der gesamte Prospekt könne vorgezogen werden, was den Klang positiv beeinflussen könne. "Der Orgel soll man ansehen, wie schön sie klingt."

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