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Bringt sie die Ermittler weiter? In den Kolonnaden hängt eine Kamera, zu sehen oben rechts neben der Lampe. Womöglich hat sie den Vergewaltiger aufgenommen. (Foto: Nici Merz)

Suche nach dem Täter

Nach Vergewaltigung im Kurpark wird Kamera ausgewertet

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Nun steht fest: Die Kamera nahe der Bad Nauheimer Kolonnaden wird ausgewertet. Die Polizei fahndet damit nach dem Mann, der eine 59-Jährige im Kurpark vergewaltigt hat.

Kommen die Ermittler dem Vergewaltiger aus dem Kurpark durch Video-Aufnahmen auf die Spur? Die Aufnahmen würden ausgewertet, teilte Polizei-Pressesprecherin Sylvia Frech am Donnerstag auf WZ-Nachfrage mit. Wie berichtet, ist bei einem Kassenautomaten nahe der Kolonnaden eine Kamera installiert. Der Mann, der am Sonntagmorgen um 5.15 Uhr eine 59-jährige Bad Nauheimerin vergewaltigt hat, ist nach Angaben eines Zeugen, der den mutmaßlichen Täter beinahe festhalten konnte, in Richtung Parkstraße geflüchtet. Es gibt also die Chance, dass die Kamera den Flüchtigen bildlich festgehalten hat. Wie die WZ berichtete, filmt die Kamera etwa eine Fläche von 15 Quadratmetern.

Dringlichkeit bei Tatort-Spuren

Das 59-jährige Opfer und der Zeuge, der auf Schreie der Frau aufmerksam geworden war, den mutmaßlichen Täter verfolgt und zwischenzeitlich auch erwischt hatte, seien befragt worden, sagte Frech. Weitere Hinweise seien bislang nicht eingegangen. Grundsätzlich werde nach solchen Verbrechen nach Fasern, Fingerabdrücken und DNA gesucht. Nach körperlichen Übergriffen würden außerdem die Opfer medizinisch untersucht. Der Tatort werde sofort unter die Lupe genommen, da das Wetter oder auch andere Personen Spuren verändern könnten, erklärte die Polizeisprecherin. Außerdem könnte der potenzielle Täter behaupten, dass sich dort Spuren von ihm befänden, weil er drei Tage später dort spazieren gegangen sei. Auch Untersuchungen beispielsweise der Kleidung des Opfers auf DNA-Spuren laufen laut Frech immer sofort an.

Beschreibung des mutmaßlichen Täters

Wie diesbezüglich der Sachstand nach der Vergewaltigung am Sonntag im Kurpark ist, wollte Frech nicht sagen. Wenn man DNA-Spuren finden würde, dann könnte man abgleichen, ob sich diese bereits in der Datenbank der Polizei befänden. Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob die Polizei in diesem konkreten Fall einen Treffer gelandet hat.

Laut Beschreibung – teils vonseiten des Opfers, teils durch den Zeugen – soll der Vergewaltiger dunkelhäutig und etwa 1,85 groß sein. Er soll die 59-jährige Frau auf Englisch bedroht haben. Außerdem soll er eine schwarze Lederjacke und vermutlich eine dunkle Mütze getragen haben. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0 60 32/60 10 entgegen.

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