Mirko Franz gräbt mannshoher Pflanzen des Riesenbärenklaus aus. 	FOTO: WALTER SCHWARZ
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Mirko Franz gräbt mannshoher Pflanzen des Riesenbärenklaus aus. FOTO: WALTER SCHWARZ

NABU bekämpft Riesenbärenklau

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Bad Nauheim (pm). An mehreren Stellen im Stadtgebiet hat der NABU Bad Nauheim in den vergangenen Wochen wieder Riesenbärenklau entfernt. Schwerpunkte waren die Wetter-Aue zwischen Steinfurth und Wisselsheim und die Usa-Aue zwischen Bad Nauheim und Friedberg. Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wird bis zu drei, selten bis zu fünf Meter hoch, Zum Problem wurde er durch seine hohe Vermehrungsfähigkeit und das durch seine Höhe fast vollständige Fehlen konkurrierender Pflanzen. Hierdurch kam es in den bevorzugt besiedelten Flussauen zu stellenweise dichten Beständen, die durch die von ihnen ausgehende Beschattung zur teilweisen Verdrängung der heimischen Pflanzen führte.

Für den Menschen wird der Riesenbärenklau dadurch zum Problem, dass sein Pflanzensaft einen Stoff enthält, der phototoxisch ist, also bei Hautkontakt unter Sonneneinstrahlung zu verbrennungsähnlichen Ausschlägen führt.

Im Bad Nauheimer Stadtgebiet kommt der Riesenbärenklau unter anderem an verschiedenen Stellen der Usa- und der Wetter-Aue vor, früher zudem an den Waldteichen. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern und ihn mittelfristig komplett zu beseitigen, entfernen ihn NABU-Aktive regelmäßig.

Bei den diesjährigen Arbeitseinsätzen wurden die bisher bekannten Stellen in der Usa- und der Wetter-Aue kontrolliert und die wenigen noch vorgefundenen Pflanzen beseitigt. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildete ein Vorkommen in der Wetter-Aue bei Steinfurth. Dort wuchsen mehrere Hundert überwiegend hüft- bis mannshohe Pflanzen in einem nahezu geschlossenen Bestand.

Als besonders effektiv bei der Beseitigung hat sich dabei das Ausgraben der ein- bis zweijährigen Pflanzen samt Wurzel vor der Blüte herausgestellt. Dass sich die Mühe lohnt, sieht man daran, dass an mehreren Stellen der dort vor einigen Jahren noch in großen Gruppen stehende Riesenbärenklau komplett verschwunden ist. Eine einzelne übersehene Pflanze könnte durch ihre starke Samenbildung binnen kurzer Zeit die Erfolge der vergangenen Jahre zunichte machen .

Der NABU ruft dazu auf, ihm Vorkommen des Riesenbärenklaus im Stadtgebiet mit genauer Angabe des Fundortes und möglichst mit aussagekräftigen Fotos an info@NABU-Bad-Nauheim.de zu melden. Die Pflanze sollte nicht mit dem ungefährlichen heimischen Wiesen- oder Gemeinen Bärenklau verwechselt werden. Infos über die Aktivitäten des NABU gibt es unter www.NABU-Bad-Nauheim.de.

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