FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn besucht Anja und Knuth Arndt in deren Bad Nauheimer Firma SPEVER. FOTO: PM
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FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn besucht Anja und Knuth Arndt in deren Bad Nauheimer Firma SPEVER. FOTO: PM

Den Mitarbeiterinnen Flexibilität ermöglichen

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Bad Nauheim(pm). Der Wetterauer FDP-Landtagsvizepräsident Dr. Jörg-Uwe Hahn hat das Bad Nauheimer Unternehmen SPEVER besucht, um mit Geschäftsführer Knuth Arndt und dessen Ehefrau Anja Arndt aktuelle Themen eines Mittelständlers zu besprechen.

SPEVER, ein Akronym für "Spezialisten vernetzt", bringt Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Beauty- und Friseurbranche zusammen: Unter der Dachmarke werden Portale, wie beispielsweise der "Friseurjobagent" und der "Beautyjobagent", beides Onlinestellenportale, vereint.

Knuth Arndt berichtete von der Firmengeschichte: 2004 gründete der gelernte Friseur nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bad Nauheim SPEVER. Als das Unternehmen wuchs, beschlossen Anja und Knuth Arndt auch aus ihrer eigen privaten Erfahrung, vielen Müttern, auch alleinerziehenden, eine Chance für einen gelungenen Wiedereinstieg in den Beruf zu geben. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen zehn Mitarbeiterinnen.

Kritik an Regelung der Mehrwertsteuer

"Wir gestalten unsere Arbeitszeit auf Vertrauensbasis. Die Arbeitszeiten unserer Mitarbeiterinnen sind flexibel, lediglich muss während unserer Geschäftszeiten die Erreichbarkeit für unsere Kunden jederzeit sichergestellt sein. Ist das Kind einer Arbeitnehmerin krank, hilft unser Team aus und übernimmt kurzerhand die Aufgaben der betroffenen Kollegin", beschrieb Knuth Arndt den Zusammenhalt im Team. Auch deshalb wurde SPEVER 2019 vom Wetteraukreis als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Anja Arndt berichtete dem Liberalen über die derzeitige Arbeitssituation: "Unsere Abläufe sind an die derzeitige Pandemie-Lage angepasst. Unsere Mitarbeiterinnen arbeiten größtenteils aus dem Homeoffice, hier in den Büroräumen dürfen sich nur zwei Personen gleichzeitig aufhalten." Durch die Neuanschaffung von mobilen Endgeräten für die Arbeit zu Hause habe man sich schnell an die Situation anpassen können. Belastend sei es für manche Mitarbeiterinnen aufgrund der schlechten Internetverbindungen, auch in der Stadt Bad Nauheim und im gesamten Wetteraukreis, aus dem Homeoffice zu arbeiten, da beispielsweise die Teilnahme an Videokonferenzen durch die schlechte Verbindung nicht immer funktioniere. Trotzdem geben sich Knuth und Anja Arndt zuversichtlich: "Wir wollen und werden diese Krise zusammen mit unserem Team meistern." Zudem nutzte der Geschäftsführer die Möglichkeit, die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer zu kritisieren: "Für uns bedeutet die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer einen erheblichen Bürokratie- und Mehraufwand. Beispielsweise müssen laufende Verträge geändert und Buchungssysteme erneuert werden."

Mit seiner Kritik stieß Arndt bei Hahn auf offene Ohren: "Von der Mehrwertsteuersenkung spüren die Menschen kaum etwas. Lediglich die Unternehmen werden mit noch mehr Bürokratie belastet als ohnehin schon. Anstatt einer befristeten Mehrwertsteuersenkung sind dauerhafte strukturelle Entlastungen der Menschen, beispielsweise die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, nötig."

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