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Das Karbener Unternehmen ARTEC IT Solutions expandiert nach Bad Nauheim. Auf dem Grundstück "Auf dem Hohenstein 3" wird in den kommenden zwei Jahren das 9000 Kubikmeter umfassende Gebäude entstehen. Im Zuge der Expansion werden 50 bis 60 Menschen eingestellt.

Millionenprojekt und neue Jobs

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Bad Nauheim(sky) Die in Karben ansässige Firma ARTEC IT Solutions setzt auf weiteres Wachstum in der Region. ARTEC ist ein Hersteller von Datenmanagement- und Datensicherheitslösungen. Immerhin ist dieser Markt gerade im Raum Frankfurt aktuell so florierend, dass sich Investitionen zu lohnen scheinen. Am Mittwoch traf man sich in Bad Nauheim an der Adresse "Auf dem Hohenstein 3" zum ersten Spatenstich für ein zweites ARTEC-Rechenzentrum mit Bürogebäude. Hier soll laut Unternehmensinhaber Jerry J. Artishdad in den nächsten zwei Jahren auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück ein hochmodernes Haus mit deutlich über 9000 Kubikmetern umbautem Raum entstehen.

Kostenpunkt: Neun Millionen Euro

Die Kosten liegen bei rund neun Millionen Euro. Ein stattlicher Anteil davon wird in den Schutz von Datenbeständen investiert, um Cyber-Angriffe abwehren zu können. Auch Brandschutzlösungen und Zugangskontrollen mit biometrischer Erkennung sind Kostenfaktoren.

Auf fünf Etagen mit einer Gesamtfläche von mehr als 3000 Quadratmetern werden Arbeitsplätze, Konferenz-, Veranstaltungs- und Fitnessräume entstehen. Laut Artishdad sind in seiner Firma etwa 50 bis 60 Neueinstellungen vorgesehen, rund die Hälfte der dann etwa 120 Mitarbeiter wird in Bad Nauheim arbeiten. Der Standort Karben werde erhalten bleiben. "Im Zuge der Flexibilisierung von Arbeitsplätzen werden unsere Mitarbeiter zudem im Home-Office oder irgendwo weltweit tätig sein", sagte der Firmenchef, der die Investition in Bad Nauheim als "die bislang größte unserer Unternehmensgeschichte" bezeichnete.

Der Bad Nauheimer Bürgermeister Klaus Kreß, der zusammen mit dem scheidenden Liegenschaftsleiter Wilhelm Jöckel und Vertretern von ARTEC zum Spaten gegriffen hatte, musste eingestehen, dass der Erwerb von Gewerbeflächen in Bad Nauheim schwierig geworden sei. "Wir haben nicht mehr viele Gewerbeflächen, und die Nachfrage übersteigt bei Weitem das Angebot", erklärte er. Für das Karbener IT-Unternehmen ist der zweite Standort von Vorteil. "So können wir selbst bei schwerwiegenden Ereignissen wie Überschwemmungen oder Großbränden die ausfallsichere Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen gewährleisten."

Artishdads Sohn Nils hatte vor drei Jahren bei Jöckel angefragt, ob es für ARTEC eine Möglichkeit gebe, sich in Bad Nauheim anzusiedeln. Kontakte zu Rainer Rothaug bei den Stadtwerken wurden geknüpft und unter anderem Möglichkeiten eines Energie-Mixes aus alternativen, klimafreundlichen Quellen für das Bauvorhaben erörtert. Kreß: "Wir sind heute froh, dass Sie sich für Bad Nauheim entschieden haben, und wir sind überzeugt, dass die Stadt mit Ihnen einen guten Griff getan hat."

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