Lindenstraße: Brand in Pflegeheim wird schnell gelöscht

Bad Nauheim (bk). Niemand verletzt, 2000 Euro Schaden – keine großen Problem verursachte am Freitagmorgen der Brand in einem auf Psychiatrie und Gerontopsychiatrie spezialisierten Pflegeheim in der Lindenstraße 9. Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben von Stadtbrandinspektor Roland Neumann vermutlich durch eine glimmende Zigarette.

Trotz des glimpflichen Verlaufs herrscht bei den Nachbar Aufregung. "Wir haben große Angst, dass ein Bewohner des Hauses mal einen richtigen Brand verursacht, denn Raucher gibt es dort genug. Dann haben wir schlechte Karten, denn die Gebäude stehen sehr nah beieinander", sagte eine Bewohnerin der Lindenstraße der WZ.

Aus Sicht von Stadtbrandinspektor Neumann ist der Zwischenfall ein Beweis für die große Bedeutung von automatischen Brandmeldeanlagen. Die Feuerwehr sei um 6.42 Uhr alarmiert worden, zum selben Zeitpunkt heulten im Pflegeheim die Sirenen los. Dem Personal gelang es laut Neumann deshalb schnell, die 14 Bewohner des dritten Stocks zu evakuieren. In einer Toilette dieser Etage war das Feuer entstanden. "Vermutlich hat ein Bewohner eine brennende Zigarette in den Abwasserschacht einer Toilette geworfen, in dem sich Papier befand", berichtete der Brandinspektor.

Weil es sich um ein Pflegeheim handelt, setzte die Kernstadt-Feuerwehr 22 Leute mit sechs Fahrzeugen in Gang. Als sie am Einsatzort eintrafen, wurden vorsorglich zunächst alle Bewohner des Gebäudes nach draußen gebracht. Nachdem sich die Einsatzleitung ein Bild gemacht hatte, konnten die Frauen und Männer, die in den ersten beiden Etagen leben, wieder zurückkehren.

Die Toilette im obersten Stockwerk war Neumann zufolge völlig verqualmt, der Rauch hatte sich auch im Flur verteilt. "Dank der automatischen Brandmeldeanlage konnten die Gefährdung von Menschenleben größerer Schaden verhindert werden", so Neumanns Fazit.

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