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Bad Nauheim von oben darf im Film nicht fehlen. Die Macher haben aus ganz verschiedenen Perspektiven gedreht.

Film über Bad Nauheim

Liebeserklärung an die Heimat: Premiere für "Bad Nauheim - Der Film"

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Rund drei Jahre Arbeit stecken in "Bad Nauheim- Der Film". Das Werk umfasst zwei Stunden. Am Freitag wurde der Film erstmals einem größeren Publikum gezeigt. Bald gibt es ihn zu kaufen

Unzählige Arbeitsstunden hat Dirk Neuhöfer investiert. Als seine Produktionsfirma "Bad Nauheim.TV" vor drei Jahren den Auftrag des Fördervereins der Kurstadt Bad Nauheim erhielt, einen Film über die Stadt zu drehen, begann für ihn und Wilfried Mielke eine arbeitsintensive Zeit. Das Ergebnis übertraf nun nicht nur die Erwartungen des Fördervereins. Erstmals wurde "Bad Nauheim - Der Film" am Freitag im großen Konzertsaal der Trinkkuranlage einem größeren Publikum vorgestellt. Die Premiere wurde mit großem Beifall honoriert.

Drei Jahre lang gedreht

Schon seit einigen Wochen hatte der Trailer Neugier geweckt. Entstanden ist ein Film, der Bad Nauheim mit all seinen schönen Facetten aus den unterschiedlichsten Perspektiven zeigt, und das gleich zwei Stunden lang. "Eigentlich hätten es auch mehr Stunden werden können", sagte Neuhöfer. Drei Jahre lang war er mit seiner Kamera in der Kurstadt unterwegs, um die schönsten Plätze und Wahrzeichen, historische Gebäude oder Veranstaltungen ins rechte Licht zu rücken. "Natürlich nicht täglich." Die Dreharbeiten seien immer wetterabhängig gewesen. Auch habe es so manche Hürde gegeben. So hatten Blumen und Wiesen im Hochsommer unter der Hitze gelitten. "Der Windmühlenturm wurde gerade saniert." Ein umfangreiches Material hat Neuhöfer in dieser Zeit trotzdem gesammelt, gefilmt wurde mit der neuen 4-K-Kameratechnik.

Zu Beginn des Films wird das Weihnachtswunder von Bad Nauheim in den Mittelpunkt gerückt. Das Wasser mit seiner Heilwirkung, Sole und Salzproduktion, Gradierbauten, Kliniken, Sportstätten, die Gotteshäuser der Stadt, der Kurpark und die Trinkkuranlage finden Beachtung. Auch treten Persönlichkeiten wie Sisi (dargestellt von Monia Keichel) in Erscheinung. "Eine Liebeserklärung an die wunderschöne Kurstadt", wie die Moderatorin des Abends, Anke Seeling, das Ergebnis beschrieb. Der Film befasse sich nicht nur mit dem Wandel der Zeit. "Bad Nauheim gibt Impulse, lebt und bereichert uns alle."

Synchronstimme von Al Pacino

Mithilfe einer Drohne entstanden beeindruckende Aufnahmen aus der Luft. Immer wieder waren Neuhöfer und Mielke aber auch ganz nah dran am Geschehen, sei es beim Jugendstilfestival oder mitten unter den Elvis-Fans. "Das Elvis-Festival haben wir gleich dreimal besucht, 2017 bis 2019." Neuhöfer stand nicht nur hinter der Kamera, sondern schrieb auch alle Texte. "Nach nächtelangen Recherchen." Ein Gewinn für den Film ist Frank Glaubrecht, der als Synchronstimme für Kevin Costner, Al Pacino und Pierce Brosnan bekannt ist. Die letzten drei Monate waren besonders arbeitsintensiv. Fast täglich hat sich Neuhöfer mindestens zehn Stunden mit dem Filmprojekt beschäftigt. "4 Uhr morgens noch arbeiten, keine Seltenheit."

Auch dem Förderverein-Vorsitzenden Klaus Neuhöfer lag die Umsetzung des Films sehr am Herzen. Diese übertreffe alle Erwartungen. Entstanden ist ein beeindruckender Film, der die Highlights der Stadt für Touristen und andere Interessierte herausstellt und künftige Generationen darüber aufklärt, welche historische Bedeutung und Verantwortung gegenüber verschiedensten Kultur-Denkmälern bestehen. "Wir wissen schließlich nicht, wie Bad Nauheim in 50 Jahren ausschaut", sagte Dirk Neuhöfer. Allen Beteiligten sei es wichtig gewesen, auch etwas für nachfolgende Generationen zu schaffen. Wie wichtig das ist, zeigte sich bereits bei den Recherchen. So seien zu den früheren Zeiten so gut wie keine bewegten Bilder vorhanden. Hier wird der Film durch historisches Fotomaterial aufgewertet.

Den Bad-Nauheim-Film gibt es voraussichtlich ab dem 25. November unter anderem in der Geschäftsstelle der Wetterauer Zeitung. Der genaue Preis soll noch bekannt gegeben werden.

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