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Wollen im Hochwassergebiet mit Geld und Personal helfen: (v. l.) Matthias Wieliki, Klaus Kreß und Steffen Schneider.

Kurstadt hilft Kurstädten

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Bad Nauheim (pm). Angesichts des Jahrhundert-Hochwassers möchte die Stadt Bad Nauheim den befreundeten Kurstädten Bad Münstereifel und Bad Neuenahr helfen. Das kündigt Bürgermeister Klaus Kreß an. »Die Flutkatastrophe, insbesondere im Rheinland und der Eifel, hat viel Leid verursacht. Menschen sind noch immer in Not und kämpfen um ihr Hab und Gut, sie kämpfen um den Erhalt ihrer Heimat.

Was dort geschieht, ist nicht in Worte zu fassen. Wir sind tief berührt und möchten mit einer Spendenaktion helfen. Bad Nauheim lässt euch nicht im Stich«, bekräftigt der Rathauschef.

Jeder, der Bad Münstereifel und Bad Neuenahr unterstützen möchte, kann für den »Bad Nauheimer Klimawald der Solidarität« spenden. Zum Hintergrund: Im Wäldchen des Goldsteinparks mussten in den letzten drei Jahren viele Bäume gefällt werden. Durch die langen Dürreperioden als Folge des Klimawandels konnte sich die Rußrindenkrankheit, eine Pilzinfektion, ausbreiten. Dem Borkenkäfer fielen viele Nadelbäume zum Opfer. Die gerodete Fläche von 2500 Quadratmetern soll im Herbst aufgeforstet werden.

Bauhof bietet Hilfstrupp an

»Wer für einen Setzling einen Betrag von 50 Euro oder mehr spendet, unterstützt direkt das zerstörte Kneippheilbad Bad Münstereifel und das nicht minder getroffene Mineral-Thermal-Heilbad Bad Neuenahr. Wir geben die Zuwendungen zu 100 Prozent an unsere befreundeten Bäder weiter«, unterstreicht Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb. Gleichzeitig übernehmen die Spender eine symbolische Patenschaft für das Goldsteinwäldchen, in dem 600 neue Bäume gepflanzt werden. Das Wäldchen wird zum »Klimawald der Solidarität« ernannt.

Mit den Spenden wird der Wiederaufbau der Kureinrichtungen in den zwei Städten unterstützt. »Wir wollen ein Zeichen des Zusammenhalts setzen. Wir möchten einen kleinen Funken Hoffnung geben, dass die Menschen dort mit der schlimmen Flutkatastrophe nicht alleine sind«, erklären Kreß und Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Spende ab 50 Euro kann direkt auf das städtische Spendenkonto bei der Sparkasse Oberhessen, IBAN DE10 5185 0079 0031 0011 88,· überwiesen werden. Als Verwendungszweck soll »Spendenaktion Kurstadt hilft Kurstadt« und der Name des Spenders angegeben werden. Auch eine Bezahlung mit Paypal ist möglich. Der Link dazu ist auf www.bad-nauheim.de/kurstadthilftkurstadt zu finden. Wenn eine Spendenquittung benötigt wird, genügt eine E-Mail an baumpatenschaft@bad-nau heim.de.

Steffen Schneider ist in Kontakt mit den Krisenstäben in der Region und hat angeboten, spezialisierte Mitarbeiter des Bad Nauheimer Bauhofs, etwa Baumpfleger oder Baumaschinenfahrer, mit entsprechendem Gerät in die betroffenen Gebiete zu senden. Auf Wunsch werde ein Hilfstrupp zusammengestellt und in den Einsatz geschickt. »Möglicherweise bleiben dadurch Arbeiten in Bad Nauheim einige Tage liegen. Wenn das eine oder andere Beet auf seine Pflege warten muss oder das Mähen einmal verschoben wird, nehmen wir das ganz bewusst in Kauf. Die Menschen in den Krisenregionen haben derzeit ganz andere Probleme«, sagt der Fachbereichsleiter

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