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Kurpark in Bad Nauheim bleibt gesperrt

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Von: Christoph Agel

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Bis mindestens Dienstag, 30. April, bleibt der Kurpark in Bad Nauheim wegen der Sturmschäden gesperrt. Ein Ärgernis für die Stadt: Viele Menschen ignorieren die Warnungen.

Wer am heutigen Montag oder am Dienstag, 30. April, in Bad Nauheim Erholung sucht, muss nach wie vor auf einen Spaziergang im Kurpark verzichten. Wie Linda Dönges, Sprecherin der Stadtverwaltung, am Montag mitteilte, seien noch nicht alle Schäden beseitigt, die der Sturm am vergangenen Mittwoch (24. April) verursacht habe. Ob die Sperrung am morgigen Mittwoch, dem Feiertag (1. Mai), aufgehoben werden könne, müsse am Dienstagabend entschieden werden. Das Restaurant »Teichhaus« und die Bootsanlegestelle sind auch aktuell über eine Treppe beim Eisstadion erreichbar.

Der Goldsteinpark bleibe voraussichtlich noch die ganze Woche über gesperrt, teilte Dönges weiter mit. Derzeit seien wegen der Sturmschäden auf dem Friedhof in Nieder-Mörlen noch drei Bereiche gesperrt, ebenso ein paar Waldwege und ein Bereich auf dem Hauptfriedhof, wo eine Linde umgefallen sei. Hingegen habe es im Gesundheitsgarten, im Rosengarten und im Südpark außer ein paar heruntergefallenen Ästen keine Schäden – und deshalb auch keine Sperrung – gegeben.

Viele Menschen ignorieren Warnung

Wie die WZ berichtete, hatte am Abend des 24. April ein Sturm für enorme Schäden und für umfangreiche Feuerwehr-Einsätze in der Wetterau gesorgt. Besonders Bad Nauheim war betroffen. Im Kur- und im Goldsteinpark fielen laut Linda Dönges jeweils fünf Bäume um. Im Kurpark seien zwei weitere so stark beschädigt worden, dass sie gefällt werden müssten. »Bei drei weiteren Bäumen versuchen wir, diese mit Rückschnitten zu retten.« Mit Hubsteigern arbeiten die Baumpfleger in einer Höhe von bis zu 30 Metern. Manchmal müssen sie auch höher, dann wird geklettert.

Seit Donnerstagmorgen seien 20 städtische Baumpfleger und außerdem drei externe Fachleute im Einsatz, erläuterte Dönges. Darüber hinaus würden sechs Baumkontrolleure eines Sachverständigenbüros alle Bäume auf die Sicherheit hin überprüfen. Wegen des Kunst- und Gartenmarktes in der Innenstadt und der Motorwelten im Sprudelhof hatten die Arbeiter zunächst im Abschnitt entlang der Parkstraße und im Bereich vom Sprudelhof über das Kastanienrondell bis zu den Kolonnaden aufgeräumt. Insgesamt lägen 20 bis 30 DIN-A4-Seiten mit Aufgaben vor, sagte Dönges. »Das Dringlichste wurde bis Freitagabend abgearbeitet.«

Neben den eigentlichen Aufräumarbeiten und Absicherungsmaßnahmen sahen sich die Mitarbeiter laut Dönges mit einem großen Problem konfrontiert: Viele Menschen würden die Warnungen und die Absperrungen schlicht und einfach ignorieren und den Kurpark trotz Lebensgefahr betreten. Baumpfleger hätten die Leute darauf hingewiesen – ohne Erfolg. Erst seien Absperrbänder aufgehängt worden, dann auch Barken aufgestellt und Zettel daran gehängt worden. »Aber bei vielen hat es nichts gebracht.« Einige Bürger hätten auf die Hinweise, den Park zu verlassen, »nicht allzu freundlich« reagiert.

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