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Kunst- und Gartenmarkt: Angebot toll, Wetter so lala

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Flanieren unterm Blätterdach und in der Fußgängerzone: Viele Besucher kommen zum Kunst- und Gartenmarkt.
Flanieren unterm Blätterdach und in der Fußgängerzone: Viele Besucher kommen zum Kunst- und Gartenmarkt. © Corinna Weigelt

Bad Nauheim (cor). »Hoffentlich hält diesmal das Wetter.« Corinna Späth vom Blumenhandel Wisselsheim schaut mit hoffnungsvollem Blick nach oben. Am Samstagvormittag fielen vereinzelt ein paar Tropfen Regen, doch am Mittagszeit füllte sich die Innenstadt mit Besuchern.

Gäste und Aussteller hatten Glück, der erste Tag des Kunst- und Gartenmarktes blieb vom Regen verschont, und am verkaufsoffenen Sonntag regnete es erst am Nachmittag. Kaum ein Durchkommen in der Fußgängerzone, Dauerstau in der Parkstraße: Der Pflanzenmarkt, den der Verein Erlebnis, die Stadt und der Hessischen Gartenbauverband anboten, lockte wohl einige tausend Besucher an.

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Die gute Laune blieb ungetrübt. Immer wieder ließ sich am Samstag die Sonne blicken. Viele Besucher genossen beim Spaziergang ein Glas Wein. »Das trägt zur Entspannung bei«, meinte ein Bad Nauheimer Ehepaar. Es war auf der Suche nach neuen Balkonpflanzen mit langer Blühdauer. »Wir gehen da aber nicht gezielt vor. Wir sammeln Ideen und entscheiden aus dem Bauch heraus.

« Der Kunst- und Gartenmarkt bot dafür viele Anregungen auf der großen Flaniermeile rund um die Fußgängerzone, den Aliceplatz und die Promenade längs des Kurparks. Die Einzelhändler öffneten an beiden Tagen die Geschäfte bis 18 Uhr, lockten mit attraktiven Aktionen zum Frühling.

Rund 50 Aussteller boten alles rund um Pflanzen, Gehölze, Kunst und Dekoratives. Die Aussteller, die aus dem gesamten Bundesgebiet kamen, brachten viele attraktive Garten- und Deko-Ideen mit. Beet- und Balkonpflanzen, biologische Kräuter, Bonsaibäume, Blumenzwiebeln, Stauden, Heilpflanzen, Gartenorchideen, Samen oder Kakteen – für Gartenliebhaber war es ein großes Angebot. In punkto Garten-Deko durften auch Tischdecken, Strohhüte, Kissen oder Keramikartikel nicht fehlen.

Gärten dürfen viel Farbe zeigen, erklärte ein Aussteller und erinnerte daran, dass die bunten »3 Elfen« jüngst zur Beet- und Balkonpflanze des Jahres gekürt wurden. Aber auch bunte Dekorationen seien im Garten gut aufgehoben, etwa die farbenfrohen Bauernhoftiere, die Jahr für Jahr von »Lumera« angeboten werden. »Die knalligen Einzelstücke sind lichtecht und frostbeständig, bringen auch im Winter Farbe in den Garten«, sagte der Aussteller. Lampen und Dekorationen brachte Marion Fuhr aus Echzell mit. Sie stellt alles in Handarbeit her, jedes Stück ist ein Unikat. Mitmachen hingegen war bei Henriette Fleck am Stand erwünscht, wo besonders die jungen Besucher auf ihre Kosten kamen: Acrylmalerei, Filzen oder die Herstellung hochwertigen Glasschmucks – »alles ist selbst gemacht, aus Leidenschaft«, sagte die Kunsthistorikerin. Heda und Greta machten da gerne spontan mit, kreierten aus Filz bunte Blumen. »Die schenken wir der Mama und der Patentante.« Handarbeit werde heutzutage leider nicht mehr in den Schulen unterrichtet, sagte Fleck: »Das ist eine tolle Übung für die Feinmotorik.«

Kuchen für die Abi-Party

Kulinarisch konnten sich der Besucher an vielen Ständen verwöhnen lassen. Es gab italienisches Mandelgebäck, Nougat, Holzofenbrote, Wildbraten, Wein, Kaffee und Kuchen. Ein Blickfang war wieder der angelegte (und offenbar undichte) Bachlauf auf der Stresemannstraße. Unterhaltung gab es von Zauberkünstlerin Solveig Enke, die mit ihrer Stand-Up-Magie die Besucher anlockte. Rosenkönigin Meike Steinhauer warb derweil fürs Rosenfest. »Jetzt am Mittag geht es auf dem Markt richtig los«, meinten Philipp und Nathan an ihrem Kuchenstand. Der Erlös ist für die Abi-Party der St.-Lioba-Schule gedacht. »Wir haben sogar selbst gebacken«, sagten die beiden Schüler stolz. »Nuss-Kirsch-Kuchen.« »Bei uns helfen auch die Jungs mit«, bestätigte Miriam Seebach. Während die Jungs sich um den Kuchenverkauf kümmerten, schaute die Schülerin beim Pflanzendepot nach dem Rechten.

Für den Abtransport der Waren war wieder bestens gesorgt. »Nach dem großen Zuspruch im Vorjahr darf dieser Service auch in diesem Jahr nicht fehlen«, sagte Thomas Södler vom Hessischen Gartenbauverband. Mit Bollerwagen und Karren gewappnet zogen die Schüler über den Markt, halfen den Besuchern beim Abtransport und lagerten die Waren im Depot am Aliceplatz. Hier konnten die Besucher bequem vorfahren und ihre Käufe später problemlos ins Auto einladen.

»Wir haben wieder eine bunte Vielfalt präsentiert«, zog Erlebnis-Vorsitzende Natascha Schmidt ein positives Fazit. Serh erfreulich sei die Nachfrage nach den »3 Elfen« gewesen, der Nieselregen am Sonntag habe die Besucher nicht abgeschreckt. »Klar hätte das Wetter schöner sein können, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden.«

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