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Auftakt der Klimawette vor der Alten Oper in Frankfurt. Am Dienstag macht die Aktion in Bad Nauheim Halt und informiert darüber, wie man die Umwelt schützen kann.

»Klimawette« macht Station am Aliceplatz

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Bad Nauheim (pm). Die bundesweite CO2-Sparaktion »Die Klimawette« macht am morgigen Dienstag um 13 Uhr am Aliceplatz in Bad Nauheim Station. Der Initiator Dr. Michael Bilharz vom Verein »3 fürs Klima« radelt für die Klimawette aktuell mit Lastenrad und einer Tonne CO2 unter dem Motto »Kickt die Tonne« über 6000 Kilometer in 100 Tagen quer durch Deutschland.

Die Klimawette zeigt spielerisch auf, wie jeder und jede einfach einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die nächste Tonne CO2 einsparen kann. Schirmherr ist Prof. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes.

Mit der Klimawette sollen bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November eine Million Menschen gewonnen werden, die zusammen eine Million Tonnen CO2 einsparen. Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl von Bad Nauheim entspricht dies 487 Tonnen CO2. »Das ist zu schaffen und wäre gleichzeitig ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz«, ist sich Initiator Bilharz sicher. »Wir zeigen, welche Möglichkeiten jeder und jede hat, die nächste Tonne CO2 wirksam einzusparen.«

Das Mitmachen geht ganz einfach über die Website www.dieklimawette.de auf zwei Wegen. Zum einen kann man selbst CO2 einsparen und für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen kann man seinen eigenen Vorsatz für den Klima-Sommer heraussuchen: vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat oder den autofreien Arbeitsweg bis zum solaren »Balkonkraftwerk«.

Zum anderen kann man konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende möglich machen und damit tonnenweise CO2 vermeiden. Zur Auswahl stehen Solar- und Effizienzprojekte, Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte.

Fürs Klima in die Tonne treten

Um die Aktion bundesweit bekannt zu machen, hat sich das Team der Klimawette eine besondere Challenge ausgedacht. In 100 Tagen radelt der Initiator mit dem Lastenrad über 6000 Kilometer quer durch Deutschland. Er macht in 200 Städten Station, um die Menschen zum Mitmachen zu motivieren. Am Dienstag, 10. August, wird die Klimawette hierzu um 13 Uhr am Aliceplatz in Bad Nauheim sein. Das Motto der Sommerradtour »Kickt die Tonne!« ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn im Gepäck sind nicht nur spannende Tools wie das CO2-Battle und der Klimawetten-Jackpot, sondern auch eine Tonne CO2, die jeder und jede mal so richtig »umhauen« darf. »Beim Einsatz für den Klimaschutz kann sich Frust ansammeln. Deshalb darf der Spaß nicht zu kurz kommen«, wirbt Michael Bilharz für die spielerische Herangehensweise.

Städte können sich miteinander messen

Die Klimawette fordert auch die Stadt Bad Nauheim auf, die Herausforderung anzunehmen, eine eigene Klimawette auszurufen und bis November 487 Tonnen CO2 einzusparen. Aachen, Haan, Potsdam oder Backnang haben bereits ihre eigene Klimawette am Laufen. Die CO2-Städteliga der Klimawette ermöglicht den direkten Vergleich mit der Nachbarstadt oder anderen Städten. Alle Teilnehmer werden über ihre Postleitzahl automatisch den jeweiligen Städten »gutgeschrieben«.

»Klimaschutz geht leichter, wenn man ihn nicht als Belastung, sondern als sportliche Herausforderung begreift«, sagt Bilharz. »Beim Sport legen wir uns ins Zeug und haben Freude daran. Warum soll das nicht auch bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen möglich sein?« Die Klimawette wird durch die Referentin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz Yuge Lei-Chillery in Bad Nauheim empfangen.

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