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»Klima und Nachhaltigkeit«

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Von: red Redaktion

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Diese zwölf sind die aktiven » Mitmacher« der Projektgruppe »Klima & Nachhaltigkeit« an der Waldorfschule Wetterau. © pv

Bad Nauheim (pm). Den Schulbetrieb in die Klimaneutralität führen, das hat sich die Waldorfschule Wetterau zum Ziel gesetzt. Dafür startete vergangenes Jahr ein Projekt, wie die Schule mitteilte. Dabei werden Energiemanagement, Mobilität, Ressourcennutzung und Ernährung unter die Lupe genommen, um möglichst effektive Maßnahmen zur CO2-Reduzierung umzusetzen.

»Klimaschutz und -anpassung muss vor Ort passieren, als Schule tragen wir Verantwortung und sollten Vorbild sein«, sagte der Schulleiter Uwe Mos, und entschied sich beim deutschlandweiten Projekt »Klimaneutrale Waldorfschulen« der Initiative »CO2ero« mitzumachen.

Die Initiative »CO2ero« wurde von drei ehemaligen Waldorfschülern gegründet, um Waldorfschulen auf dem Weg in die Klimaneutralität zu unterstützen. Seitdem wurden Präsenz- und Online-Workshops abgehalten und die Projektgruppe - zunächst unter dem Namen »Klimaneutrale Waldorfschule« - gegründet. Schnell sei klar geworden: »Klimaneutralität geht nicht ohne nachhaltiges Handeln, denn das eine bedingt das andere.« Daher nennt sich die Projektgruppe - bestehend aus Eltern, Lehrkräften, Mitarbeitern und Schülern - nun »Klima & Nachhaltigkeit«. Innerhalb dieser gibt es die Arbeitskreise »Energie & Bauen«, »Mobilität«, »Ernährung« und »BNE - Bildung für nachhaltige Entwicklung«.

Konkrete Aktionen für Klimaneutralität

Am Anfang der Projektarbeit stand die Feststellung des IST-Zustands: »Wo emittieren wir wie viel CO2-Equivalent?« Dafür wurden Verbrauchsdaten zusammengetragen, eine Umfrage unter Eltern, Schülern und Lehrern zum Mobilitätsverhalten durchgeführt - und dann gerechnet.

Der Arbeitskreis »Energie & Bauen« hat im Fachgebiet Nachhaltiges Bauen der Technischen Hochschule Mittelhessen einen Kooperationspartner gefunden. Dieser habe den Neubau der Mensa, den Gartenbau und die Schülerbetreuung samt Mobilitätskonzept der Schule unter die Lupe genommen und architektonisch als auch energetisch auf die Ziele der Klimaneutralität und Nachhaltigkeit hin geplant.

»Was die noch studierenden Ingenieure und Architekten für Gestaltungsideen haben, mit welchen Materialien sie die Bauten planen und alles mit Zahlen und Daten aufs Papier gebracht haben, begeistert uns«, sagte Rolf Dietz, Vorstand des Waldorf Bau- und Fördervereins. »An dieser Stelle sei ein Dank an alle Studierenden und Professoren für die tolle Kooperation und geleistete Arbeit gesagt«, ergänzt Uwe Mörschel, ebenfalls Vorstand des Bau- und Fördervereins. Der Neubau habe hinsichtlich der Anpassung an die Klimaerwärmung und der Freisetzung von CO2-Emissionen beim Bau und Betrieb Vorbildcharakter.

Der Arbeitskreis »Mobilität« kam anders zum Ziel: Er schaute die »Sendung mit der Maus« und entdeckte eine App für Smartphones, die Fahrgemeinschaften organisieren kann. Bei der Firma, die die App entwickelte, traf die Waldorfschule Wetterau auf einen Kooperationspartner. Nun gibt es die App »FahrMitWaldorf«, bei der sich Mitglieder einer Waldorfschule zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen können. Die Leitung der Küche, Daniela Fabricius, hatte sich schon vor der Gründung des Arbeitskreises »Ernährung« hinsichtlich Klimaneutralität und Nachhaltigkeit dieses Ziel gesetzt. Das Leitbild wurde überprüft, und es gelte, nun das Erreichte in die Lehre umzusetzen.

Der Arbeitskreis »BNE - Bildung für Nachhaltige Entwicklung« soll in den kommenden Wochen und Monaten aktiv werden. Er nehme die Waldorfschüler mit in das Geschehen: Angedacht sind Koch-AG, Garten-AG, Bienen-AG (die gibt es bereits), Fahrradreparatur-Station, Schulradeln-Wettbewerb und Energie-Helden.

Es werde nun auf alle Themen, die sich die Arbeitskreise auf die To-do-Liste setzten, hingearbeitet. Dafür suche man auch engagierte Partner. Zu erreichen ist die Gruppe unter: nachhaltig@waldorfschule-wetterau.de. FOTO: PV

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