Freut sich auf das Konzert am 25. Oktober - trotz neuer Vorzeichen: Dirigent Florian Erdl. FOTO: MICHAEL STAAB
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Freut sich auf das Konzert am 25. Oktober - trotz neuer Vorzeichen: Dirigent Florian Erdl. FOTO: MICHAEL STAAB

In kleinerer Besetzung

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Unter der Leitung von Florian Erdl, der dem Bad Nauheimer Publikum durch das Neujahrskonzert 2020 in Erinnerung ist, präsentiert das Kur-Sinfonieorchester am Sonntag, 25. Oktober, Beethovens 4. Sinfonie im Jugendstiltheater.

In einer kleineren Orchesterbesetzung von 23 Musikerinnen und Musikern erklingt in dem einstündigen Konzert zudem das 1. Konzert für Oboe d-Moll des klassischen Komponisten Ludwig August Lebrun, in dem der Oboist Frieder Uhlig Solist ist. Da die Zahl der Konzertbesucher im Jugendstiltheater bedingt durch die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 auf rund 190 Personen begrenzt ist, wird zusätzlich zum Konzert um 16 Uhr eine Matinee um 11 Uhr angeboten.

Das in der Reihe der Bad Nauheimer Sinfoniekonzerte stehende Konzert sei aufgrund der Corona-Pandemie neu konzipiert worden, erklärt Musikschulleiter Ulrich Nagel. Das ursprünglich geplante romantische Programm in großer Orchesterbesetzung mit dem Bariton Georg Gädker als Solisten könne unter den heutigen Gegebenheiten nicht stattfinden.

So planten Dirigent Florian Erdl mit Intendant Nagel ein Konzept für ein einstündiges Konzert ohne Pause mit einer kleineren Orchesterbesetzung.

Aus der Not machten sie eine Tugend und nahmen zum aktuellen Beethovenjahr die 4. Sinfonie des klassischen Meisters ins Programm. "Diese Sinfonie kann sehr gut in kleiner Besetzung aufgeführt werden, da sie mit nur neun Bläsern vermutlich auch zu Beethovens Zeit so zur Aufführung kam", sagt Dirigent Florian Erdl, der sich sehr auf dieses Projekt mit dem Kur-Sinfonieorchester freut.

Selten gespielte Sinfonie

Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten großer Beliebtheit, wohingegen sie heute zu seinen vergleichsweise seltener gespielten Sinfonien gehört. Dazu wurde das virtuose Oboenkonzert d-Moll von Ludwig August Lebrun, einem Zeitgenossen Mozarts, ins Programm genommen. Der bekannte und gefeierte Oboenvirtuose Lebrun "bezauberte mit seiner göttlichen Oboe" - so ein zeitgenössischer Bericht - als Mitglied des Hof-Orchesters am Hof des Kurfürsten Karl Theodor in Mannheim. Als Komponist der Mannheimer Schule ist er heute für seine virtuosen Oboenkonzerte bekannt.

Das Oboenkonzert d-Moll wird von Frieder Uhlig interpretiert, der Oboe bei Anna-Maria Hampel (Solo-Englischhornistin Staatsorchester Darmstadt) und Bernhard Schnieder (Solooboist Staatsorchester Wiesbaden) studierte und der heute neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Bad Nauheim ein gefragter Orchestermusiker und Solist ist.

Dirigent Florian Erdl ist seit der Spielzeit 2019/2020 Generalmusikdirektor am Theater Pforzheim. Seit 2017 war Erdl mehrfach musikalischer Assistent von Generalmusikdirektor Sebastian Weigle an der Oper Frankfurt. Zudem ist Erdl seit März 2020 mit der Professur Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Rostock betraut.

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