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Seit vielen Jahren hat sich der Funkflohmarkt der Wetterauer Funkamateure zu einer gut besuchten Veranstaltung entwickelt. FOTOS: PM

Kleine Technik für die weite Welt

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Bad Nauheim-Schwalheim(pm). Der Funkflohmarkt der Wetterauer Funkamateure hat sich zu einem beliebten Treff in der hessischen Amateurfunkwelt etabliert. Nicht nur der Flohmarkt zieht Funkamateure aus ganz Hessen an, sondern auch der Service drum herum. Und das ist den Wetterauer Funkamateuren einiges wert. Neben der eigentlichen Organisation des Flohmarktes sorgten die Funker in der Sporthalle auch für die Verpflegung der Gäste.

Während die einen nach dem Besuch des Flohmarktes in der "VIP-Lounge" mit Funkfreunden bei einem Kaffee fachsimpelten, hatten Olaf Antpöhler und Olaf Heins viel zu tun: Neben ihrem eigenen Flohmarktstand betrieben sie auch einen Funkmessplatz. Dort konnten Besucher ihre auf dem Flohmarkt erworbenen Geräte testen lassen.

Beispielsweise hat sich die Funktionsprüfung eines optisch gut erhaltenen UKW-Sendeempfängers gelohnt. Er schien technisch etwas in die Jahre gekommen zu sein. Teile des Senders hielten unter bestimmten Bedingungen verschiedene Grenzwerte nicht ein. Antpöhlers Empfehlung an den Käufer: "Für den Betrieb, den du damit machen möchtest, eignet sich das Gerät ohne eine teure Generalüberholung nicht mehr. Versuche, es zurückzugeben."

Einer ganz anderen Aufgabe widmete sich Alexander Hitz. Er kümmerte sich beispielsweise darum, dass ein anreisender Besucher die Sporthalle in Schwalheim fand. Der Besucher hatte sich über Funk bei der Clubstation ›DL0FH‹ gemeldet. Schwalheim hatte er zwar mit dem Navi gefunden, doch entdeckte er dann nicht die Zufahrt zur Sporthalle. Schnell war der Anfahrtsweg übermittelt und der Besucher vor Ort.

Funker-Attraktionen beim Hessentag

Die Angebotsplatte auf dem Flohmarkt war breit. Etwa 25 Verkäufer boten auf 50 Tischen neben Funkgeräten, Antennen, Zusatzgeräten, Messgeräten und Computern auch kleine Bausätze an. Für den Funkbetrieb über Satelliten wurde beispielsweise ein Bausatz für eine spezielle Antenne ("Feed") angeboten, die den Sendebetrieb über einen Satellitenspiegel ermöglicht. Diese Antenne kann für die Kommunikation über den neuen Amateurfunksatelliten "Es-Hail2" (QO100) eingesetzt werden. Der Satellit befindet sich geostationär in 36 000 Kilometern Höhe über Afrika. Damit können Funkamateure Stationen von Norwegen bis in die Antarktis und von Brasilien bis Indien erreichen.

Mit einem beklebten QO100-Satellitenspiegel warben auch Ortsverbandsvorsitzender Ralf Schiffner und Marc Dudda für den Hessentag 2020 in Bad Vilbel. Dort werden die Funkamateure auf dem Platz der Hilfsorganisationen den Amateurfunk der Öffentlichkeit vorstellen. Zu den Attraktionen werden die Kommunikation ins Weltall und die Vorführung einer Funkstation für den Funkbetrieb über den neuen und derzeit einmaligen Amateurfunksatelliten "QO100" sein.

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