Kirche als Herzensangelegenheit

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Günter Neubauer ist vielen Bad Nauheimern ein Begriff. Er engagiert sich seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik und hatte als Vorsitzender des Fördervereins Russische Reinhardskirche entscheidenden Anteil am Erhalt des ältesten Gotteshauses der Kurstadt. Jetzt wurde der 82-Jährige mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Günter Neubauer ist vielen Bad Nauheimern ein Begriff. Er engagiert sich seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik und hatte als Vorsitzender des Fördervereins Russische Reinhardskirche entscheidenden Anteil am Erhalt des ältesten Gotteshauses der Kurstadt. Jetzt wurde der 82-Jährige mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Den Ehrenbrief übergab Bürgermeister Klaus Kreß am Montag im Rahmen einer kleinen Feierstunde. In seiner Laudatio lobte der Rathauschef den Einsatz von Neubauer, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen engagiert.

Sein politisches Engagement in Bad Nauheim führte 1997 zum Einzug Neubauers ins Stadtparlament, wo er die FDP-Fraktion verstärkte. Bereits vier Jahre später wechselte er in den Magistrat, dem er bis 2011 als ehrenamtlicher Stadtrat angehörte. Nach dem Ausscheiden aus der "Stadtregierung" gab der Freidemokrat seine kommunalpolitische Arbeit aber nicht ganz auf. Seit 2014 ist er Mitglied im Seniorenbeirat, zwei Jahre später rückte er für den verstorbenen früheren FDP-Vorsitzenden Pascal Coppieters in den Kernstadt-Ortsbeirat nach.

Seit 50 Jahren FDP-Mitglied

"Günter Neubauers Herzensangelegenheit ist die Reinhardskirche, das älteste Gotteshaus Bad Nauheims", sagte Kreß. Fast 15 Jahre lang dauerte die aufwendige Renovierung des Gebäudes, die rund 1,7 Millionen Euro verschlang. Einen großen Teil dieses Geldes musste der Verein über Spenden beisteuern, was dank des vollen Engagements von Neubauer und seiner Stellvertreterin Britta Gebauer gelang. Erst 2018 wurde das Bauprojekt endgültig abgeschlossen – Neubauer, der seit 2006 Vorsitzender des Fördervereins war, konnte sich zurückziehen. Kürzlich übergab er sein Amt an Wilfried Claßen.

Eine parteiinterne Ehrung ist auch nicht lange her. Der 82-Jährige wurde für 50-jährige Mitgliedschaft bei den Liberalen ausgezeichnet. Dem Vorstand der Bad Nauheimer Freidemokraten gehört er nach wie vor als Beisitzer an. Aktiv ist Neubauer zudem im Führungsgremium der Weinfreunde vom Johannisberg.

"Wir alle haben unsere Pflichten, aber wir wissen auch: Wenn jeder nur ›Dienst nach Vorschrift‹ leisten würde, dann würde unser Leben in vielen Bereichen nicht mehr funktionieren", sagte Bürgermeister Kreß. Es sei ihm eine Ehre, Günter Neubauer den Landesehrenbrief überreichen zu dürfen. Angeregt worden war die Ehrung von Prof. Dr. em. Armin Bohnet, der ebenfalls ein Grußwort sprach. Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn schloss sich den lobenden Worten an.

"Erstaunt, ja sogar gerührt, nehme ich die Ehrung gerne an", sagte Günter Neubauer in seiner Dankesrede, in der er auf die verschiedenen Stationen seines beruflichen und ehrenamtlichen Werdegangs einging.

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