Die Kerckhoff-Klinik testet ihre Mitarbeiter.		FOTO: PV
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Die Kerckhoff-Klinik testet ihre Mitarbeiter. FOTO: PV

»Kerckhoff-Klinik ist coronasicher«

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Bad Nauheim (pm). Groß angelegtes Antikörper-Screening: Seit Ende Mai bietet die Kerckhoff-Klinik allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auf Antikörper gegen das Coronvirus (SARS-CoV-2) testen zu lassen. In den allermeisten Fällen sind diese negativ ausgefallen. Die Ergebnisse bestätigen, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen gegriffen haben und die Schwerpunktklinik im Hinblick auf Covid-19 Übertragungen ein gut geschützter Ort ist.

Unter 1,5 Prozent mit Antikörpern

Bisher hat etwa ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim das Angebot angenommen und Antikörper auf eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion hin bestimmen lassen. Insgesamt wurden 500 Proben analysiert, lediglich bei sieben Mitarbeitenden wurden SARS-CoV-2-Antikörper gefunden. In allen sieben Fällen lagen im Vorfeld bereits positive Befunde bzw. eine behördlich angeordnete Quarantäne vor.

Bei den Blutuntersuchungen wiesen weniger als 1,5 Prozent der genommenen Proben Antikörper gegen das neue Virus auf. Das Vorhandensein der Antikörper gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion. »Wir konnten nur eine geringe Covid-19-Infektionsquote bei unseren Mitarbeitenden erkennen. Diese Daten zeigen, dass es in der Klinik keine unerkannten Ausbrüche oder Infektionen gab, demnach aber auch keine ausreichende Herdenimmunität besteht«, bilanzierte Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Krankenhaushygiene und Labormedizin der Kerckhoff-Klinik.

Dr. Simon Classen, Direktor des Harvey Gefäßzentrums und Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik, ergänzt: »Zwar hatten wir die kleine Hoffnung, dass es eventuell schon mehr immunisierte Mitarbeitende gibt, doch wirklich überrascht sind wir nicht. Das Ergebnis entspricht den Raten in der allgemeinen Bevölkerung. Erfreulich ist es dennoch, schließlich bestätigt es, dass wir mit unserem Schutzkonzept sehr gut aufgestellt sind und sich die Belegschaft konsequent an die Hygieneregeln hält. Hierzu zählt etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und regelmäßige Händedesinfektion.«

Das Schwerpunktzentrum für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen handelt gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und stellt Schutzausrüstung für das Klinikpersonal und für Patienten zur Verfügung. Ergänzend zum Screening der Mitarbeitenden werden auch alle stationär aufgenommenen Patienten auf Covid-19 getestet.

»Die getroffenen Maßnahmen machen die Kerckhoff-Klinik im Hinblick auf Covid-19-Übertragungen zu einem gut geschütztem Ort«, ergänzt Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung für Pneumologie. »Unser Appell an alle Patienten lautet daher eindringlich: Hören Sie bitte auf Warnsignale Ihres Körpers, gehen Sie bei akuten Problemen zum Arzt oder in die Klinik und vernachlässigen Sie ihre Therapien und Nachsorgeuntersuchungen nicht. Ein unbehandelter Herzinfarkt oder akute Luftnot kann schnell lebensbedrohlich werden, da zählt jede Minute.«

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