Kenia-Koalition erfreut über Rathaus-Initiative

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Bad Nauheim (hed/pm). Bereits am 18. Mai hatte die Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD einen Antrag zur Prüfung der Einführung eines Mehrwegsystems zur Vermeidung von Verpackungsmüll gestellt. Für die heutige Sitzung der Stadtverordneten, 19.30 Uhr in der Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen, steht er auf der Tagesordnung. Dass die Stadtverwaltung längst nach einem einheitlichen Mehrwegsystem für die Bad Nauheimer Gastronomie sucht (die WZ berichtete), darüber freue man sich, teilen die Fraktionen mit.

In ihrem Antrag zur »Müllvermeidung für Bürger*innen und Gewerbetreibende« stellen die Koalitionäre fest, »dass die öffentlichen Mülltonnen dem wachsenden Müll durch die vielen Take-away-Bestellungen nicht mehr gewachsen sind«. Daher auch ihr Antrag auf Informationsangebote zur Müllvermeidung, der etwa auch weitere Tonnen im Stadtgebiet fordert. Und: Durch ein breites Informationsangebot sollen die Bad Nauheimer angehalten werden, eigene Mehrwegbehältnisse bei ihren Einkäufen zu verwenden.

Die nun beabsichtigte Einführung des Mehrwegsystems kommt gut an. »Unsere Nachbarstadt Friedberg hat bereits einen Fördertopf von 5000 Euro bereitgestellt, um Gastronomen bei der Umsetzung finanziell zu unterstützen. Die Koalition sieht gute Chancen für interkommunale Synergieeffekte, wenn Bürger*innen entsprechende Mehrwegsysteme über die städtischen Grenzen hinaus nutzen können«, heißt es. Diesen Part des Antrags gehe das Rathaus nun bereits an. »Wir freuen uns sehr, dass die Stadtverwaltung hier die Initiative ergreift und festgestellt hat, wie wichtig Nachhaltigkeit im öffentlichen Leben ist. Wir begrüßen die vorzeitige Umsetzung unseres Antrages«, sagt die Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Kutschker. Da der Antrag auch auf weiterführende Aspekte eingehe, werde die Koalition ihn aufrechterhalten.

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