Keine Häuser auf die Grünfläche

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Bad Nauheim (pm). »Die CDU-Fraktion ist für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bad Nauheim, lehnt jedoch gleichzeitig eine Bebauung der Friedhofserweiterungsfläche in Nieder-Mörlen in der nächsten Legislaturperiode ab. Aus diesem Grund haben wir die Bebauung nicht in unser Wahlprogramm aufgenommen und werden dieser in den nächsten fünf Jahren nicht zustimmen«, schreiben die Christdemokraten in einer Pressemitteilung, in der sie auf die Äußerungen der FW/UWG zum Thema Friedhofserweiterungsfläche in der WZ-Samstagausgabe reagieren.

Die CDU Bad Nauheim weise »entsprechende Unterstellungen der BI und der FW/UWG« zurück. Seit Beginn der Diskussion 2018 um die Friedhofserweiterungsfläche habe sich in Bad Nauheim in Sachen bezahlbarer Wohnungsbau viel getan.

Alternative auf Lidl-Gelände

Deshalb gebe es nun in den Augen der CDU bessere Alternativen als eine Bebauung dieser Fläche. Die CDU schreibt weiter: »Wir sind verwundert, dass hier eine alte Diskussion neu aufgewärmt wird, um damit Wahlkampf zu machen. Obwohl es hierzu keine Vorlage aus dem Rathaus gibt, wird dieses Thema nun von der FW/UWG und der FDP aufgegriffen.«

Die CDU-Begründung gegen die Bebauung sei, dass in den nächsten Jahren noch einige weitere Neubürger aufgrund der noch immer nicht abgeschlossenen Bebauung am Hempler zu erwarten seien, die in die Infrastruktur des Ortes - beispielsweise Kitas - integriert werden müssten. »Diese Entwicklung konnte so vor ein paar Jahren nicht vorhergesehen werden.« Die CDU nehme auch die Kritik zur Kenntnis, dass vielen Nieder-Mörler Bürgern das Wachstum ihres Stadtteils zu schnell gehe. Darüber hinaus müsste die Friedhoferweiterungsfläche noch langwierig im Flächennutzungsplan geändert werden, es gebe jedoch in Bad Nauheim eine schneller umsetzbare Alternative, argumentieren die Christdemokraten. Die CDU habe in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung beantragt, das Lidl-Grundstück in der Frankfurter Straße seitens der Stadt oder der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zu erwerben. Dort könne bezahlbarer Wohnraum zentral verwirklicht werden, da Lidl von der Frankfurter Straße auf das Stoll-Gelände ziehen möchte.

In der Zwischenzeit sei des Weiteren die Investorenabgabe für bezahlbaren Wohnraum beschlossen worden. »Diese Abgabe ermöglicht es der Stadt, weitere geeignete Grundstücke für die Errichtung von bezahlbarem Wohnraum zu erwerben. Unser Ziel ist es, Mieten von unter 10 Euro pro Quadratmeter zu erreichen«, schreibt die CDU. Sie sei für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bad Nauheim. Das habe die Partei immer wieder zum Ausdruck gebracht.

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