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Diplom-Ingenieur Alexander Langstrof, Geschäftsführer der H.E. Minnert GmbH, trägt den Richtspruch vor. Ende Oktober soll das E-Gebäude bezugsfertig sein.

Sanierung

Kehrtwende macht Hoffnung für St.-Lioba-Schule

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Aufatmen an der St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim: Es soll Sanierungen geben. Das wurde beim Richtfest für das E-Gebäude mitgeteilt. Es gibt aber noch ein Fragezeichen.

Für die Bad Nauheimer St.-Lioba-Schule liegt nun ein Plan für eine Teilsanierung vor. Nach Überprüfung der Baumaßnahmen komme nun eine Sanierung der Bauteile A bis D mit einem Volumen von rund 10,1 Millionen Euro in Betracht, wie der Mainzer Weihbischof und Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz am Freitag zum Richtfest des E-Gebäudes in der Schule verkündete. Der neue Plan sei ein Kompromiss zwischen den finanziellen Möglichkeiten des Bistums und den bisherigen Planungen.

Ursprünglich hatte die gesamte Maßnahme für die Bauteile A bis E ein Volumen von 27,7 Millionen Euro. Mitte März hatte die Bistumsleitung die Vorhaben an den Bauteilen A bis D der Lioba vorerst ausgesetzt, um die weitere Umsetzung und mögliche Alternativen zu prüfen (die WZ berichtete). Als Gründe für die Pause wurden unter anderem die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen des Bistums Mainz sowie eine überhitzte Baukonjunktur mit prognostizierter Kostensteigerung von bis zu 25 Prozent genannt.

Mit Entsetzen reagierte die Schulgemeinde. Was auch in Schreiben an das Bistum zum Ausdruck gebracht wurde, wie der Generalvikar erklärte. Es wurde weiter nach einer Lösung gesucht. Die Ergebnisse präsentierte Bentz nun zum Richtfest: "Wir sind froh, dass wir mit diesem Plan für eine Teilsanierung in relativ kurzer Zeit eine gute Perspektive für die Schule vorlegen können."

In Betracht gezogen wird nun ein Volumen von 10,1 Millionen Euro. Getragen werden die Baukosten durch Elternspenden in Höhe von 800 000 Euro und durch Mittel des Kommunalen Investitionsprogramms II (KIP) in Höhe von 765 000 Euro. Der Anteil des Bistums beläuft sich somit auf 8,5 Millionen Euro.

"Vor einer endgültigen Entscheidung wird es aber noch notwendig sein, die Möglichkeiten einer verbesserten Refinanzierung dieser Teilsanierung auszuloten", wie der Weihbischof betonte. Die Kosten für den E-Bau liegen bei rund 5,2 Millionen Euro. Zusammen mit der jetzt erarbeiteten Teilsanierung und bisher entstandenen Planungskosten von einer Million Euro läge das Gesamtvolumen bei über der Hälfte der zunächst geplanten Kosten (27,7 Millionen). "Ich bin zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind, der viele Verbesserungen für die Schule bringen wird. Nun werden wir die Refinanzierung angehen", sagte Bentz. Der Schulleitung und den Planern dankte er für ihre Mitarbeit.

"Die jetzige Perspektive klingt doch ganz anders als die, die wir zwei Monate lang in den Köpfen hatten und uns alle sehr bedrückt hat", sagte Schulleiter Bernhard Marohn.

Der Teilsanierungsplan sieht vor, dass an den Bauteilen A bis D unter anderem Brandschutzmaßnahmen, Arbeiten zum Erhalt der Betriebssicherheit, Fassadensanierungen, der Ausbau eines W-LAN-Netzes sowie die Komplettsanierung des Bauteils D mit den Naturwissenschafts- und Fachklassenbereichen erfolgen. Für die Teilsanierung sind rund zweieinhalb Jahre Bauzeit veranschlagt. Marohn zeigte sich nicht nur erfreut über die neuesten Planungen, sondern auch über die Fortschritte des E-Baus. Vor einer Woche hatte die Firma Minnert den Rohbau fertiggestellt. "Ein Meilenstein für unsere Schule", sagte der Schulleiter. Ende Oktober soll das Gebäude, das dem westlichen Grenzverlauf zum Eleonorenring wie eine "Spange" angepasst worden ist, bezugsfertig sein. Diplomingenieur Alfred Möller und der Projektleiter Michael Peters (Architekturbüro Möller) erläuterten viele Vorzüge des neuen Gebäudes. 14 Klassenräume stehen der Schule künftig im modernen und barrierefreien E-Bau auf einer Gesamtfläche von 1300 Quadratmetern zur Verfügung. Ein Schwerpunkt wird auf die Transparenz gelegt: unter anderem mit vier großen Schaufenstern. Den Schülern stehen unter anderem Stadtloggien zur Verfügung, die die Aufenthaltsqualität steigern sollen. Ökologisch einwandfreie Materialien würdem eingesetzt, hieß es. Der Beton wird in Teilen sichtbar bleiben.

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