Mit einfachen Mitteln wird ein Stromprüfgerät gebaut - und dann auch getestet, welche Dinge Strom leiten.
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Mit einfachen Mitteln wird ein Stromprüfgerät gebaut - und dann auch getestet, welche Dinge Strom leiten.

Bei jedem leuchtet es

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Bad Nauheim-Rödgen (pm). Ein Holzbrettchen, zwei Kabel, eine LED-Lampe, eine Batterie, ein Gummiband, ein Widerstand, Reißzwecken und Büroklammern - mehr braucht es nicht, um das eigene Stromprüfgerät zu bauen. Das bekommt jeder Viertklässler hin und erkundet so die Welt der Elektrizität. Auch die Kinder der vierten Klasse der Wettertalschule Rödgen begaben sich auf Entdeckungsreise und wagten sich an die Bausätze.

Angeboten wurde das Projekt von der Ovag in Zusammenarbeit mit dem TÜV Hessen. Die Grundschüler waren eine von zehn Klassen, die das Projekt des regionalen Energieversorgers gewonnen hatten. Im ersten Anlauf musste die Veranstaltung wegen der coronabedingten Schulschließungen abgesagt werden, kürzlich konnte sie aber nachgeholt werden.

Mit Holzbrettchen und Büroklammern

Eine Doppelstunde dauerte es, bis Lehramtsstudentin Helena Jüstel vom TÜV Hessen mit allen 15 Schülerinnen und Schülern ein funktionierendes Stromprüfgerät gebaut hatte. Natürlich wurden alle geltenden Bestimmungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, wie Abstand zueinander, Desinfizieren der Werkzeuge und so weiter, eingehalten.

Für den Bau des Prüfgerätes bekam jeder ein Holzbrettchen, in das Löcher gehämmert wurden. Dort hinein wurden die Reißzwecken gesteckt, die die Drähte der Batterie, der LED und des Widerstands verbanden. Als »Schalter« fungierten zwei Büroklammern, die so aufs Brettchen gehämmert wurden, dass sie noch beweglich waren und den Stromkreislauf geschlossen hatten, wenn man sie aufeinander legte. Schließlich wurde die Batterie angeklemmt, und siehe da: Die LED leuchtete auf, wenn alles richtig verbaut war. Besonders spannend war jetzt, zu testen, was noch alles Strom leitet, wenn man es an den Stromkreislauf hält: Scheren, Füller, Buntstifte?

Getreu dem Motto »anfassen, erleben und verstehen« sollte so das Interesse für Technik geweckt werden - und das mit einfachen Gegenständen aus dem Alltag. »Wir haben unser Stromprüfgerät so aufgebaut, dass ihr das alle hinbekommt, deshalb wird für heute ›Das kann ich nicht‹ aus dem Sprachgebrauch verbannt«, sagte Helena Jüstel. Und sie hatte recht, denn für alle war es ein Kinderspiel. Lehrerin Andrea Burkhardt, die sich für die Klasse um das Projekt beworben hatte, freute sich für die Kinder, die in den Wochen zuvor so viel hatten entbehren müssen.

Die Ovag verlost die Erlebnisunterrichtsstunden für vierte Schulklassen aufgrund der großen Resonanz mittlerweile im fünften Jahr. Ziel ist, dass Technik mit Spaß vermittelt und begreifbar wird und jedes Kind am Ende seinen Bausatz mit nach Hause nehmen und dort noch weiter experimentieren kann. FOTO: PM

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