Infostand zum Welthospiztag

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Bad Nauheim/Butzbach (pm). Am 9. Oktober ist Welthospiztag. Unter dem Motto »Leben! Bis zum Schluss« möchte der Hospizdienst Wetterau in diesem Jahr die Menschen zu Wort kommen lassen, denen durch hospizliche Begleitung und palliative Versorgung die Angst vor Schmerzen, dem Alleinsein oder dem Gefühl, anderen eine Last zu sein, genommen werden konnte.

»›Ich bin tot. Am Anfang meiner Krankheit hatte ich Angst, allein sterben zu müssen. Klaus vom Hospizdienst war dann aber bis zuletzt für mich da‹, das ist eines der Zitate, mit denen wir in diesem Jahr die Verstorbenen zu Wort kommen lassen, d.h. die Menschen, die wir bis zum Schluss begleiten durften«, erklärt Anita Unkel, Vorsitzende des Hospizdienstes Wetterau.

Der ambulante Hospizdienst aus Bad Nauheim setzt sich seit mehr als 20 Jahren dafür ein, schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten, genau hinzuhören und einfühlend zu begleiten. »Das wollen wir gemeinsam mit allen interessierten Bad Nauheimer Bürgern anlässlich des Welthospiztages feiern, vor allem aber möchten wir unsere Arbeit vorstellen«, so Vorsitzende Anita Unkel.

Dazu lädt der Hospizdienst Wetterau zur Begegnung in der Bad Nauheimer Innenstadt am Samstag, 9. Oktober, ein. Von 9 bis 14 Uhr werden ehrenamtliche Sterbebegleiter und -begleiterinnen am Informationsstand in der Alicestrasse zum Gespräch bereitstehen und über die Möglichkeiten und die Arbeit in der Sterbebegleitung informieren.

Am Samstag, 16. Oktober, wird der Informationsstand auch in der Butzbacher Innenstadt in der Nähe des Marktplatzes zu finden sein.

Seit dem Urteil des BVerfG im Februar 2020 zum § 217 StGB, mit dem das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe für nichtig erklärt wurde, sei die gesellschaftliche Diskussion um die Suizidbeihilfe neu entflammt. In der Berichterstattung dominiere dabei die Darstellung des Suizids als unbedingter Ausdruck von Autonomie und Selbstbestimmung, die Angebote der Hospizarbeit und Palliativversorgung seien, so sagen die Organisatoren, nach wie vor zu wenig bekannt.

In der praktischen Erfahrung habe sich gezeigt, dass die Menschen von geäußerten Suizidwünschen Abstand nehmen würden, wenn sie sich bei schwerer Krankheit und am Lebensende gut begleitet und versorgt wissen und nicht das Gefühl haben müssen, anderen zur Last zu fallen.

Die Zitate schöpfen dabei aus dem reichen Erfahrungsschatz der Hospizarbeit. Jeder und jede der ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden kennt diese Aussagen so oder ähnlich aus zurückliegenden Begleitungen.

Weitere Infos www.hospizdienst-wetterau.de.

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